Wochenrückblick [KW24]

Diese Woche hat sich auf meinem SUB wieder etwas getan und nach gefühlten Ewigkeiten habe ich endlich zum Lesen zurückgefunden und den neuen Schwung genutzt, um „Faulfleisch“ auszulesen. Während sich der Anfang etwas zog, hatte mich das Buch spätestens dann eingefangen, als die Zombies endlich auf der Bildfläche erschienen und anfingen, um sich zu beißen. Überrascht hat mich auch das Ende, das ich so über einen Großteil der Seiten nicht habe kommen sehen. Mehr dazu gibt’s in einer Rezi die Tage.

Neu auf meinem SUB darf ich das Geburtstagsgeschenk der lieben Llyren begrüßen, die mit ihrer Wahl wieder voll ins Schwarze getroffen hat:

  • J. J. Abrams – S.

Bei diesem bibliophilen Meisterwerk handelt es sich mehr um ein Kunstwerk als einen simplen Roman. Kernstück ist der fiktive Roman „Ship of Theseus“ des Autors V.M. Straka. Dieses Exemplar des Romans wurde aus einer Highschool-Bücherei gestohlen und mit Anmerkungen versehen. Eine junge Frau findet dieses Buch, antwortet mit ihren eigenen Notizen und lässt das Buch erneut zurück. So entsteht in den Randbemerkungen eine Konversation über das Buch und seinen mysteriösen Autor. Abgerundet wird das Ganze noch von Zeitungsartikeln, Briefen, Protokollen, Lesezeichen und anderen Dingen, die im wahrsten Sinne zwischen die Seiten des Buches gelegt wurden und die der Leser in dieser aufwendigen Hardcover-Ausgabe als Zusatzmaterial studieren kann. Dementsprechend ist „S.“ nicht einfach nur ein Roman, es ist ein Kunstwerk, das man definitiv nicht nur einmal liest, ja lesen kann, sondern dessen ganzer Inhalt sich bestimmt erst beim zweiten oder dritten Lesen erschließt. Ich freue mich schon sehr darauf, mich darin zu versenken.

Doch genug geschwärmt, für den Moment habe ich „Age of Godpunk“ von James Lovegrove als meine aktuelle Lektüre ausgewählt. Bisher sind in seiner „Pantheon“-Reihe bereits „Age of Ra“, „Age of Zeus“, „Age of Odin“, „Age of Aztec“ und „Age of Voodoo“ erschienen – jeweils in Romanform. In „Age of Godpunk“ sind erstmal drei Novellen abgedruckt, die zuvor nur als Ebooks verfügbar waren: „Age of Anansi“, „Age of Satan“ und „Age of Gaia“. Wie zuvor auch stellt Lovegrove wieder die Prämisse auf, wie es wäre, wenn die Götter leibhaft unter uns wandeln würden. Und wie zuvor auch benutzt er dieses Szenario dazu, um verschiedenste Gedankenexperimente durchzuspielen. Im Vorwort zu „Age of Godpunk“ erklärt er, dass im Gegensatz zu seinen vorherigen Pantheon-Romanen, die alle eher als „military adventure-thriller“ einzustufen wären, er sich in diesen Novellen mehr Freiheiten nimmt. So ist in der ersten Erzählung, die ich schon angelesen habe, die Hauptperson ein erfolgreicher Londoner Rechtsanwalt, der aufgrund seiner afrikanischen Wurzeln vom Trickster-Gott Anansi als Wirt auserkoren wird, um mit seiner Hilfe im Wettkampf der Trickster-Götter einmal als Sieger hervorzugehen. Allein schon diese Kombination – ein Anwalt als freiwilliger Wirt und Kompanion für einen Lügengott – entbehrt nicht einer gewissen Komik. Mal sehen, wie es weitergeht.

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