Wochenrückblick [KW11]

Das lange Buchmessenwochenende liegt hinter mir und wie jedes Jahr bin ich von den vielen Eindrücken völlig erschöpft. Bereits am Donnerstag ging es zu einem ersten Reinschnuppern auf die Messe, die noch erfreulich leer war, so dass man gemütlich an den Ständen stöbern und manche Mitmachangebote wahrnehmen konnte (auch wenn ich beim Schießen mit einem japanischen Langbogen die Scheibe konstant verfehlt habe).

Am Freitag verbrachten wir den Vormittag in der Innenstadt, wo ich dann auch schon zu den ersten Neuzugängen kam, da ich von Fernweh überwältigt wurde:

  • Merian Reiseführer Rom
  • Merian Reiseführer Paris
  • Merian Reiseführer Stockholm
  • Merian Reiseführer Irland und Nordirland

Konkret ist zwar noch nichts geplant, aber um das Fernweh zu hegen und zu pflegen taugen die Reiseführer allemal. Und glücklicherweise sind sie auch nicht SUB-relevant.

Der Freitag Nachmittag auf der Messe verlief ähnlich entspannend wie Tags zuvor und so trauten wir uns nochmals in die Manga-Halle, wo ich meine Neon Genesis Evangelion Mangas um die derzeit noch fehlenden Exemplare ergänzte:

  • Yoshiyuki Sadamoto / Gainax – Neon Genesis Evangelion (12) – Vater und Kind
  • Yoshiyuki Sadamoto / Gainax – Neon Genesis Evangelion (13) – Calling

Doch dann kam der Samstag und mit ihm der Ansturm der Massen. Zwar wurde dieses Jahr erstmalig eine weitere Halle geöffnet und dorthin die Manga und Comic Convention ausgelagert, so dass die Cosplayer mehr Raum hatten, aber am allgemeinen Besucheransturm änderte das auch nichts. Dementsprechend kräftezehrend war es, sich durch die Gänge zu schieben, um die eine oder andere Lesung zu erreichen. Highlight des Tages war mit Abstand das Gespräch mit Margaret Atwood am ARD-Stand. Die kanadische Autorin machte dabei auf mich einen sehr sympathischen Eindruck und umso mehr Lust darauf, endlich mal eines ihrer Bücher zu lesen. Auswahl gibt es ja mehr als genug und interessant klingen sie auch alle. Wie soll man sich da entscheiden?

Am Sonntag schließlich klapperten wir die Stände ab, die wir zuvor noch nicht geschafft hatten, aber die für uns noch interessant waren. Von Stand zu Stand sank allerdings die Motivation und die Fußmüdigkeit nahm zu. So sammelten wir uns vorzeitig nochmals an den Fantasy-Ständen, um einige der zuvor ausführlich in Augenschein genommenen Romane käuflich zu erwerben. Mich sprach insbesondere dieses Buch an und es war ein Zeichen des Schicksals, dass ich das letzte Exemplar erwischte. Neu daher:

  • T. Aaron Payton – Morbus Konstantin

Ein Steampunk-Roman, in dem eine Seuche für spontane Geschlechtsumwandlungen sorgt? Den musste ich einfach haben! :mrgreen:

Last but not least fiel mir schließlich in der Bahnhofsbuchhandlung noch der jüngste Roman des Kult-Autors Tobias O. Meißner in die Hände und nachdem wir ihn auf der Messe kurz kennengelernt hatten, konnte ich nun nicht mehr widerstehen und habe mir folgendes Buch auch noch auf den SUB gepackt (ohne zu wissen, wann ich zum Lesen kommen werde):

  • Tobias O. Meißner – Klingenfieber

Gelesen habe ich bei all dieser Aufregung letzte Woche nur ein einziges Buch und das vor Buchmessenstart: „Die Perlentaucherin“ von Jeff Talarigo. Protagonistin ist eine junge Japanerin, die an Lepra erkrankt und daraufhin in eine abgeschottete Anstalt auf einer Insel verbannt, in der die Leprakranken sich eine Gemeinschaft aufbauen. Während Jahrzehnte vergehen machen es medizinische Fortschritte möglich, dass die Isolation schrittweise aufgehoben wird, bis unsere Protagonistin schließlich sogar die Insel wieder verlassen kann. Doch die Jahre sind nicht spurlos an ihr vorbeigegangen und für mich als Leserin war es sehr bewegend, ihren Kampf gegen die Krankheit und für die Bewahrung der Menschlichkeit mitzuerleben. Empfehlung!

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Ein Kommentar zu “Wochenrückblick [KW11]

  1. Soleil sagt:

    Ich muss gestehen, ich hatte in diesem Jahr absolut keine Lust auf die Messe und besonders die An- und Abreise (ich komme meist nur einen Tag). Aber ich lese mit Genuss die vielen Berichte von dort und das ist ein bisschen fast so als wäre ich da gewesen.
    Das Morbus Buch habe ich auch zuhause, weil es mich genauso angesprochen hat und ich gelesen habe, dass es ein Pseudonym eines Autors ist, von dem ich schon zwei Bücher (gern) gelesen habe.

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