P.C. und Kristin Cast – House of Night (1) – Gezeichnet

In der Welt von Zoey Redbird ist die Existenz von Vampiren allgemein bekannt und sie sind ein Teil der Bevölkerung. Dennoch leben die Menschen in ständiger Angst vor den Vampiren – bzw. davor, gezeichnet zu werden. Denn Vampire vermehren sich nicht durch den Biss und die anschließende Verwandlung von Menschen allen Alters, sondern manche Jugendliche tragen den Keim des Vampirismus in sich und in der Pubertät werden sie von so genannten Spähern gezeichnet. Wenn sich diese Jugendlichen nicht unverzüglich in das House of Night begeben, so sie in den nächsten Jahren alles über die bevorstehende Wandlung und ihr künftiges Leben als Vampir lernen werden, werden sie unvermeidbar zu Grunde gehen.

Zoey selbst hat mit ihrer Familie, insbesondere ihrem verhassten Stiefvater, genügend eigene Sorgen, als sie von einem Späher gezeichnet wird. Als sie völlig fertig über diese Entwicklung in ihrem Leben zu ihrer Großmutter flüchtet, hat sich unterwegs einen Unfall, während dem sie eine Vision der Göttin der Nacht, Nyx, hat. Diese bezeichnet sie als die von ihr Auserkorene, die den Kampf zwischen Gut und Böse entscheiden soll. Endlich im House of Night angekommen erkennt die Hohepriesterin dort sofort anhand ihrer voll eingefärbten Mondsichel auf der Stirn, dass sie etwas Besonderes ist und nimmt sie unter ihren persönlichen Schutz, was wiederum das Missfallen und die Eifersucht von Aphrodite weckt, einer älteren Schülerin des House of Night und künftigen Hohepriesterin. Das dies nur Ärger bedeuten kann, ist Zoey sofort klar.

Dass Zoey keine normale Jungvampirin ist, dürfte jedem Leser der voranstehenden Zeilen nur zu deutlich vor Augen stehen und dementsprechend verläuft auch Zoeys erste Zeit im House of Night. Einerseits hat sie als Neue ohnehin genug um die Ohren mit der Eingewöhnung in ein vollkommen anderes Leben. Andererseits aber hat sich aufgrund der Segnung durch die Göttin Nyx besondere Fähigkeiten und damit auch besondere Verantwortung. Wie gut Zoey mit diese Situation zurecht kommt, ist beredt: zwar hat sie einige Alibi-Schwierigkeiten mit ihrem neuen Leben und Aphrodite, doch ist nichts dabei, was ihr ernsthaft Probleme bereitet. Sie kommt mit allen und jedem klar und ist dabei noch so schön, dass sie den bestaussehendsten Jungen des House of Night auf sich aufmerksam macht – der dummerweise der Beinah-Ex-Freund von Aphrodite ist und damit ihre Feindschaft noch vertieft.

Was mich neben Zoeys Perfektion noch gestört hat, war die für meinen Geschmack zu jugendliche und flapsige Sprache. Sicherlich ist das gewollt (nicht umsonst hat P.C. ihrer Tochter Kristin in der Danksagung dafür gedankt, dass sie sich dank ihr halbwegs jugendlich anhören), aber für mich persönlich war das dennoch zu viel des Guten. Nicht jeder Mensch, der sich altersmäßig in seiner Jugend befindet, muss gleich im tiefsten Jugendslang reden, sondern Jugendliche können sich durchaus auch normal unterhalten.

Insgesamt gesehen weiß ich nun, worum es bei House of Night geht, doch kann ich mich dem Hype um diese Romanreihe nicht anschließen und für den Auftaktband nur 2 von 5 Elementen vergeben.

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3 Kommentare zu “P.C. und Kristin Cast – House of Night (1) – Gezeichnet

  1. Aki sagt:

    Oh wie schön, noch jemand der mit dem Büchern nüx anfangen kann. Find ich gut. Wo kann ich unterschreiben?! 😉
    Lg Aki

  2. Llyren sagt:

    Und sag nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt 😉
    Damit fing die Idee, Indianisches mit Vampirlegenden zu verknüpfen, ja noch ganz gut an.
    Unheimlich genervt hatte gerade dann im House of Night, dass die Hauptprobleme mal wieder das Ansprechen oder Nichtansprechen von Jungs ist…
    Nein, die restlichen Bände der Reihe und wohl auch alles Übrige des Autorenduos kann ich mir damit zumindest schon mal sparen.

  3. Myriel sagt:

    Ja, Llyren hatte mich vor dieser Reihe gewarnt, denn sie hatte schon ihre eigenen Erfahrungen gemacht und kennt meinen Geschmack recht gut. Aber neugierig (und masochistisch) wie ich bin, wollte ich selbst mal reinschnuppern. Die Grundidee klingt ja wirklich nicht schlecht, aber der Rest … wie gut, dass sich über Geschmack nun mal nicht streiten lässt. 😉

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