Bernhard Hennen – Elfenkönigin

Dieser dritte und abschließende Band der Trilogie um die Trollkriege schließt erneut unmittelbar an den Vorgänger, hier: „Elfenlicht“, an. Daher sollte man unbedingt die vorherigen Bände um die Elfen gelesen haben, da man sonst weder mit den Charakteren noch mit der Handlung viel anzufangen wissen dürfte.

Am Ende von „Elfenlicht“ hatte Emerelle zu Gunsten ihres geliebten Falrach, der sein Bewusstsein in Ollowains Körper wiedererlangt hat, auf den Thron verzichtet und ist mit ihm gemeinsam in die frostige Snaiwamark geflohen. Die Troll-Schamanin Skanga ist daraufhin damit beschäftigt, ihren jungen König bei den Regierungsgeschäften zu unterstützen und sich mit den verräterischen Kobolden herumzuschlagen, die nun ihren Anteil am Kuchen haben wollen und heimlich auf einen weiteren Verrat, diesmal an den Trollen, sinnen. Skangas größte Sorge gilt jedoch der verschwundenen Elfenkönigin und dem, was sie planen könnte.

Emerelle hingegen genießt die ungewohnte Befreiung von der Last der Regierungsgeschäfte und kann sich vollkommen ihrer zurückgekehrten großen Liebe Falrach widmen. Doch während der zahlreichen Jahrhunderte, die seit seinem ersten Tod vergangen sind, haben sich ihre Gefühle geändert und neben einer Neuorientierung hinsichtlich ihrer Rolle in der Welt muss sie sich auch über ihre Beziehung zu Falrach/Ollowain klar werden.

Nachdem ich „Elfenlicht“ im Herbst gelesen und die Lektüre größtenteils genossen habe, lässt mich dieser Roman ziemlich zwiegespalten zurück. Sehr gut gelungen sind Hennen die Passagen, die in der ehemaligen Drachenheimat spielen. Dort hat er es für meinen Geschmack sehr gut geschafft, Atmosphäre zu generieren und in mir die Neugierde auf vergangene Zeiten zu wecken, als die Drachen noch die Herren der Welt waren und die Elfen ihre Diener.

Abgesehen davon konnte mich jedoch keiner der Handlungsstränge für sich gewinnen. Emerelle, die das meiste Potenzial bot, war noch undurchschaubarer als sonst und der Rest des Personals ließ mich erst Recht kalt. Zwar war es interessant zu sehen, was aus einigen der Charaktere aus den Vorgängerbänden geworden ist, doch konnte mich das nicht befriedigen. Für einen 900 Seiten-Roman ist das einfach zu wenig, weshalb ich insgesamt auch nur auf 2,5 von 5 Albensteinen komme.

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