Matthew Stover – Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Dieser Roman schließt unmittelbar an „Labyrinth des Bösen“ an: Die Klonkriege, die nach ihrer Verlagerung in den äußeren Rand der Galaxis schon als so gut wie gewonnen betrachtet wurden, sind überraschend brutal ins Herz der Republik getragen wurden. Während ihres Angriffs auf die Zentralwelt Coruscant haben die Separatisten unter General Grievious den Kanzler Palpatine gefangen nehmen können und damit einen Stich direkt ins Herz ihres Gegners geführt. Zwar können die beiden größten Helden der Republik, der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi und sein ehemaliger Padawan Anakin Skywalker den Kanzler befreien, doch lässt sich der psychologische Schaden nicht abschätzen. Zudem kommt es auch zu immer offeneren Spannungen zwischen dem Senat unter Kanzler Palpatine und den Jedi-Rittern. Anakin, als Spielball beider Seiten missbraucht, droht daran zu zerbrechen.

Wer den Film schon gesehen hat, den wird dieser Roman zum Film nicht überraschen können, denn er wurde nach dem Drehbuch von George Lucas verfasst. Die Buchhandlung folgt damit dem Film und dokumentiert das Ende der Republik, den Sturz der Jedi-Ritter und die Gründung des Imperiums.

Doch im Vergleich zum Film fand ich die Darstellung von Anakins Gefühlen, seinen Ängsten und Zweifeln, intensiver und nachvollziehbarer. Jeder will ihn nur für seine Zwecke einspannen und als Werkzeug zur Erreichung der eigenen Ziele nutzen. Doch keiner fragt ihn nach seinen eigenen Wünschen und Plänen. Daher ist seine Wandlung, sein Fall an die dunkle Seite der Macht nur eine logische Konsequenz.

Etwas sehr plump hingegen war die „Einführung“ der Charaktere. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein kompletter Star Wars-Neuling mit Episode III seinen Einstieg wagt, gibt es elegantere Methoden als „Dies ist Obi-Wan Kenobi.“, um seine Vorgeschichte einzubinden. Doch leider scheint der Autor auf diesen „Kunstgriff“ zu stehen, denn nicht nur Charaktere werden so eingeführt, auch die Handlung wird so vorangetrieben („Dies ist Anakin Skywalkers Meisterstück:“) und selbst die Gefühle der Personen werden dem Leser so überdeutlich gemacht („So fühlte es sich für Anakin Skywalker an, für immer:“).

Fazit: Wer kein unbedingter Star Wars-Fan ist und den Film schon kennt, dem wird dieses Buch nichts Neues bieten können. Und auch den Fans kann ich es nicht unbedingt empfehlen. Es gibt deutlich bessere Romane im Star Wars-Universum, um seine Zeit mit diesem zu verbringen. Daher komme ich auch nur auf 2 von 5 Drachenechsen.

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