Richard Kadrey – Sandman Slim. Höllendämmerung

Als Stark endlich wieder in L.A. angekommen ist, hat er verdammt schlechte Laune. Schließlich kehrt er gerade erst von einem mehrjährigen Trip in die Hölle zurück, auf den ihn seine ehemaligen Magier-Kollegen geschickt haben, die auf sein Talent eifersüchtig waren. Als einziger Mensch, der je lebend in die Hölle gekommen ist, gelangte er dort zu einigem, zweifelhaftem Ruhm, den er als Gladiator gegen Dämonen und andere Unterweltwesen in der Arena verteidigen musste. Doch schließlich gelang ihm die Flucht, versehen mit dem Schlüssel zum Raum der 13 Türen, der ihn überall hin bringen kann, und einer Quasi-Unverwundbarkeit. Zurück auf Erden hat er nichts anderes im Sinn, als sich an denen zu rächen, die ihn in die Hölle geschickt haben, wobei er auf Kollateralschäden keine Rücksicht nimmt.

Dieser Roman hat als Frustkauf den Weg zu mir gefunden und wurde auch gleich gelesen, denn der rabiate und rücksichtslose Stark, höllischer Spitzname Sandman Slim, kam mir mit seiner absolut miserablen Laune sehr entgegen. Einen strahlenden Helden hätte ich zu dem Zeitpunkt nur schwer ertragen, doch Stark ist alles andere als sympathisch oder gar ein Held. Vielmehr ist er eine verletzte Seele, die auf brutale Rache sinnt und für die der Zweck die Mittel heiligt.

Trotz dessen steht er nicht ganz allein da, denn zumindest einen Freund hat er noch und der setzt alles daran, um Stark wieder auf die richtige Spur zu bringen und ihn vor den Konsequenzen seiner unbedachten Taten zu schützen. Denn dass Magie existiert, ist keineswegs eine allgemein bekannte Tatsache in der Welt, die unsere sein könnte, sondern sie wird im Verborgenen gehalten. Stark jedoch kümmert dies wenig und so ist es kein Wunder, dass neben seinen erklärten Feinden bald noch andere Gruppierungen auf der Bildfläche erscheinen, die ihn aufhalten wollen.

Insgesamt gesehen empfehle ich dieses Buch keinem zart besaiteten Menschen, denn Gewalt, auch brutal und schonungslos, kommt in nicht geringen Mengen vor und entsprechend viel Blut tränkt die Seiten. Wer sich jedoch literarisch abreagieren möchte, der dürfte mit dem Roman gut beraten sein. Von mir jedenfalls gibt es 4 von 5 Flammenschwertern, da es genau das richtige Buch im richtigen Moment war.

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