Nick Hornby – High Fidelity

Das Buch habe ich eigentlich nur gelesen, weil es zu den „1000 Büchern“ gehört, denn der Klappentext klang eigentlich nicht so, als könnte das Buch in mein Beuteschema passen. Dementsprechend skeptisch habe ich mit dem Lesen begonnen:

Der Ich-Erzähler ist Eigentümer eines kleinen Plattenladens, wurde gerade von seiner Freundin verlassen und durchlebt nun eine Art vorzeitige Midlifecrisis, während der er sich zuerst an seine Ex-Freundinnen erinnert, sich danach versucht wieder ins Singleleben zu stürzen, nur um sich doch ständig nach seiner Freundin zu verzehren. Als Bonus bekommt man die recht elitären Ansichten eines passionierten Musikliebhabers serviert, der Menschen nur anhand ihrer CD-Sammlung zu beurteilen pflegt.

Das mitleidige Gejammere des Erzählers ging mir während eines Großteils des Buches gehörig auf die Nerven und ehrlich gesagt frage ich mich im Nachhinein, warum ich den Roman überhaupt zu Ende gelesen habe und erst recht, warum es einen Platz im Harenberg „Buch der 1000 Bücher“ erhalten hat.

Es mag sein, dass Hornby die Gedankengänge eines mitleidigen Mitdreissigers sehr realitätsnah eingefangen hat, doch kann ich damit äußerst wenig anfangen. Daher kann ich mich auch nicht zu mehr als 1,5 von 5 Schallplatten durchringen.

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5 Kommentare zu “Nick Hornby – High Fidelity

  1. Lars sagt:

    Hornby mag man, oder halt nicht. Seine Bücher sind in Tonfall und Thema vergleichbar, wenn nicht gar ähnlich. „High Fidelity“ ist zudem Mitte der 90er erschienen und in beiden Punkten ein ganz klares Kind seiner Zeit. Und ja, der Protagonist ist nicht unbedingt ein Sympathiebolzen.

  2. Myriel sagt:

    Hi Lars,
    nach der Erfahrung mit „High Fidelity“ gehöre ich wohl eher zu der Sorte, die mit seinen Büchern nicht so viel anfangen kann. Die Verfilmung von „About a boy“ hingegen gefiel mir ziemlich gut.
    Viele Grüße
    Myriel

  3. Mia sagt:

    Hallo Myriel,

    ich bin durch diese Asht-Sache auf deinen Blog aufmerksam geworden und kann nun, nach der Lektüre einer Handvoll deiner Rezensionen mit Sicherheit sagen, dass jeder Autor eine faire Rezension nach deinem besten Wissen und Gewissen erwarten darf.

    Schade allerdings, dass dir Hornby so gar nicht zugesagt hat. Ich allerdings als Berufsmusikerin, die sich zu großen Teilen der Popkultur verschrieben hat, habe allerdings vermutlich einen ganz anderen Zugang zu diesem Buch – das, der Schreibstil des Herrn Hornby, der mir unheimlich zusagt (ich habe das Buch allerdings wie seine anderen Bücher auch auf Englisch gelesen) und die Tatsache, dass er die Themen, mit denen wir elitäre (und da gebe ich dir durchaus recht, wir fühlen uns auf eine bestimmte Art und Weise schon als etwas sehr besonderes 🙂 ) passionierte Musikliebhaber unsere trunkenen Abendunterhaltungen füllen so realitätsgerecht in eine Form umsetzt, mit der nicht nur ich mich identifizieren kann, machen High Fidelity zu einem meiner Top-5 (verzeih die Anspielung) Lieblingsbücher 🙂

    Und trotzdem bist du natürlich fair und größtenteils sachlich geblieben. Also Hut ab vor deiner Bereitwilligkeit, dich den verschiedensten Werken der neueren und nicht so neuen Literatur zu stellen, ich finde, du bereicherst die Welt der Literaturkritik damit!

    Herzliche Grüße

  4. Myriel sagt:

    Hallo Mia,
    schön, dass Du mir als passionierte Musikliebhaberin nicht die schlechte Meinung über das Buch übel nimmst. Vielleicht muss man wirklich Zugang zur „Szene“ haben, um sich an diesem Buch erfreuen zu können. Leider bin ich dafür allerdings viel zu unmusikalisch und kann mir meist nicht einmal den Titel meines aktuellen Lieblingslieds merken.
    Ich denke, dass ich Herrn Hornby später noch eine Chance geben werde. Die Verfilmung von „About a boy“ hat mir z.B. gut gefallen – wobei das aber auch an Hugh Grant liegen könnte. 😳
    Viele Grüße
    Myriel

  5. ich muss meine wseminararbeit über high fidelity schreiben…kann mir bitte jemand sagen zu welcher zeit genau dieses buch spielt? ich weiß bis jetzt nicht ob es in den 70′,80′ oder 90′ spielt :/

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