Kelley Armstrong – Die dunklen Mächte

In dieser Jugendbuch-Trilogie der kanadischen Autorin, bestehend aus:

  • Schattenstunde
  • Seelennacht
  • Höllenglanz

geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die aufgrund diverser psychologischer Probleme in das Lyle House, eine Art betreutes Wohnen für auffällige Teenager, eingewiesen wurden. Die Ich-Erzählerin und damit Hauptperson Chloe ist dort gelandet, weil sie angeblich Geister sehen kann. Ihre Zimmergenossin Liz wird von einem Poltergeist verfolgt, die gute Tori ist völlig jähzornig und unberechenbar, Rae ist vom Feuer fasziniert und Derek ist ein Junge mit unglaublichen Körperkräften, die er jedoch nicht kontrollieren kann. Lediglich der Grund, warum Dereks Bruder Sam im Lyle House ist, ist Chloe unklar. Doch mit der Zeit und der Hilfe von Derek und Sam findet sie heraus, dass sie keinesfalls unter Wahnvorstellungen leidet, sondern tatsächlich Geister sieht – schließlich ist sie eine Nekromantin und das Lyle House Teil einer Forschungseinrichtung.

Als Chloe klar wird, dass sie alle Teil eines Experiments sind, mit denen ihre übernatürlichen Kräfte besser kontrolliert werden sollen, und diejenigen Testteilnehmer, bei denen das Verfahren zu unerwünschten Nebenwirkungen führt, eliminiert werden, fliehen Chloe und ihre Mitstreiter. Verfolgt von den Wächtern des Lyle House und der Edison Group, die dahinter stehen, versuchen die Jugendlichen herauszufinden, was mit ihnen angestellt wurde und wie sie sich damit arrangieren können. Doch ihnen ist keine ruhige Minute vergönnt und sie können niemanden trauen, nicht mal ihren angeblichen Freunden und Verbündeten.

Dass man die ganzen Geschehnisse aus Chloes Perspektive erlebt, verleiht dem nochmals einen zusätzlichen Kick, denn sie ist keineswegs auf den Kopf oder den Mund gefallen, sondern hat eine ziemlich vorlautes Mundwerk. Mit kühlem, selbstironischen Blick analysiert sie das, was ihr geschieht, und vergleicht es mit Filmen, ihrem besonderen Interesse. Dadurch kann man sich öfters mal über einen Kommentar darüber amüsieren, dass sie sich genau wie die Frauen in den Filmen vorkommt, über die sie sich immer so aufregt.

Dass in der Trilogie auch eine Liebesgeschichte vorkommt, hat mich im Übrigen nicht so sehr gestört. Normalerweise reagiere ich darauf etwas allergisch, doch in diesem Fall hat sich das Verhältnis nachvollziehbar aus der Situation heraus entwickelt und wirkte nicht aufgesetzt. Zudem stand es keinesfalls im Vordergrund, sondern war in nur in leisen Tönen präsent, während die Personen sich mit den wirklich wichtigen Dingen beschäftigten.

Insgesamt gesehen liegt mit „Schattenstunde“, „Seelennacht“ und „Höllenglanz“ eine spannende und humorvolle Jugendbuchtrilogie vor, die mich in ihren Bann gezogen hat und erst wieder losließ, als ich die letzte Seite beendet hatte. Dafür vergebe ich 4 von 5 grünen Äpfeln und den unbedingten Rat, gleich alle drei Bücher in Griffweite zu haben, da sie eine zusammenhängende Geschichte erzählen.

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