Marion Zimmer Bradley – Darkover (2) – Herrin der Stürme

Lange nach dem Absturz des terranischen Raumschiffs auf Darkover besitzen die Menschen keine Erinnerungen mehr an ihre extraplanetare Vergangenheit. Statt dessen haben sie sich zahlreiche unabhängige Reiche geschaffen, die miteinander verbündet sind oder sich bekriegen. Angeführt werden sie von Herrscherhäusern, die über bewusst herangezüchtete starke Laran-Kräfte verfügen, die sich als Telekinese, Telepathie oder der Beherrschung von Naturkräften manifestieren können.

Bei Allart hat sich sein Laran in Form einer sehr starken Voraussicht gezeigt – er sieht die Konsequenzen jeder Entscheidung, die er fällt, als ein Netz von möglichen Zukünften. Lange hat es gedauert, bis er diese Gabe, die er selbst als Fluch empfindet, gelernt hat zu beherrschen, doch sein Vater ruft ihn aus der Ruhe des Klosters zurück an seinen Hof. Allart ist jetzt ein erwachsener Mann und muss seine Rolle sowohl im Zuchtprogramm der Leroni als auch als Unterstützer seines älteren Bruders und Thronanwärters spielen.

Zugleich wächst im Norden ein Mädchen heran, deren Laran sich bereits bei ihrer Geburt gezeigt und ihre Mutter das Leben gekostet hat: Dorilys ist die titelgebende Herrin der Stürme. Da sie langsam in das heiratsfähige Alter kommt und so bald wie möglich einem Bräutigam versprochen werden soll, dem sie seine Kinder zu gebären hat, muss sie in das gesellschaftliche Leben eingeführt werden. Ihrem Halbbruder und Beschützer Donal bereit dies Kopfzerbrechen, denn dank ihres überaus starken Laran wagt es keiner, Dorilys die Stirn zu bieten, so dass sie zu einem verzogenen, eigenwilligen Gör herangewachsen ist, aus dem nun eine Dame gemacht werden soll.

Dass sich die Wege von Allart und Dorilys früher oder später kreuzen würden, war schon nach wenigen Seiten abzusehen. Doch leider dauert es sehr lange bis dorthin und in der Zwischenzeit habe ich das Interesse an dem Buch verloren und es beiseite gelegt.

Die Grundidee der Handlung gefällt mir grundsätzlich sehr gut: ich mag politische Intrigen und Kämpfe zwischen verschiedenen Fraktionen und dank des Laran eröffnet sich eine neue Dimension des Ganzen. Was der Autorin jedoch völlig fehlt, ist die Fähigkeit, mir die Charaktere näher zu bringen oder mich gar mit ihnen mitfühlen zu lassen. Genau darin liegt auch der Grund, warum ich das Buch abgebrochen habe: mir waren die Personen herzlich egal und es hat mich nicht im Geringsten interessiert, was sie tun oder was mit ihnen geschieht. Das Ergebnis der politischen Intrigen selbst konnte ich mir ausrechnen und ein kurzer Blick ans Ende des Buches hat mich darin bestätigt. Deswegen komme ich insgesamt auch nur auf 1 von 5 Gleitern.

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