Marion Zimmer Bradley – Darkover (1) – Landung auf Darkover

In ferner Zukunft hat die Menschheit begonnen sich in das Weltall auszudehnen. Normalerweise werden zuerst hochspezialisierte Einsätzekräfte geschickt, die infrage kommende Planeten erkunden, alle Bedrohungen weitestgehend ausschalten und ihn für die Besiedlung vorbereiten. Doch als ein Siedlerschiff nach technischen Problemen abstürzt, handelt es sich nicht um ihren Zielplaneten, sondern einen gänzlich unverzeichneten, der noch von keinem Menschen vor ihnen betreten wurde. Entgegen ihren Erwartungen und Fähigkeiten müssen sie lernen, sich mit der völlig fremdartigen Flora und Fauna vertraut zu machen und in ihr zu überleben. Zuerst glauben sie nur an einen vorübergehenden Aufenthalt, doch als sich ihr Raumschiff als irreparable herausstellt, sind sie endgültig gestrandet und auf sich allein gestellt.

In diesem ersten Band ihres umfangreichen Darkover-Zyklus beschreibt Marion Zimmer Bradley, wie alles begann und die ersten Menschen nach Darkover gelangten. Dabei beschreibt sie das Verhalten der Siedler sehr gut – das Militär, das an ihren strengen Regeln festhält, die einfachen Siedler, die sich versuchen nützlich zu machen, und diejenigen Siedler, die aus religiösen Gründen ausgewandert sind und sich so schnell wie möglich eine eigene Gemeinschaft aufbauen wollen und damit allen Plänen des Militärs zuwider laufen. Die ständigen Reibereien, die dies hervorruft und die Spaltung, zu der es in der Gruppe der Überlebenden kommt, sind realistisch und nachvollziehbar.

Auch die außerirdische Flora und Fauna wurde so geschildert, dass ein gewisser Wiedererkennungswert gegeben ist, aber doch genügend Fremdes vorhanden ist, um sich auf einem anderen Planeten zu wähnen.

Was der Autorin meiner Meinung jedoch überhaupt nicht gelungen ist, ist eine Bindung zwischen dem Leser und ihren Charakteren herzustellen. Das Schicksal der einzelnen Personen war mir ehrlich gesagt herzlich egal. Nur meine Neugierde hinsichtlich des Überlebens der Gemeinde hat mich an der Stange gehalten – und die Kürze des Buches mit nur wenig über 200 Seiten.

Fazit: Es mag der Auftakt zu einer Kultserie sein, doch in meinen Augen war es nur ein mittelmäßiger Science-Fiction Roman mit überzeugendem Setting, doch Schwächen in der Charakterbindung. So reicht es nur zu 3 von 5 Pollenflügen.

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