Michael Blake – Der mit dem Wolf tanzt

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg hat Lieutenant John Dunbar nur noch den Wunsch, sich an die Siedlungsgrenze im Westen zurück zu ziehen und dort ein ruhiges Leben zu führen. Sein Wunsch wird ihm erfüllt, doch zum Ersten verschwindet jede Spur seiner Existenz aus den Akten, als alle Personen, die von ihm wissen, zufälligerweise bald darauf sterben bzw. verrückt werden, und zum Zweiten wurde das Fort, zu dem Dunbar versetzt wurde, vor Kurzem aufgegeben. Mit dem wenigen, das ihm zur Verfügung steht, richtet sich Dunbar jedoch bald häuslich in den hinterlassenen, teils verfallenen Unterkünften der Armee ein und genießt seine neue Freiheit.

Als ein Stamm von Comanche in der Nähe des Forts ihr Sommerlager aufschlägt, dauert es nicht lange, bis es zu ersten Kontakten zwischen den Indianern und dem einzigen weißen Soldaten des verlassenen Forts kommt. Nach anfänglichen Missverständnissen und den daraus resultierenden Schwierigkeiten finden jedoch beide Seiten zueinander, was nicht zuletzt auch einer weißen Indianerin zu verdanken ist, die seit ihrer Kindheit bei den Comanche lebt. Doch wie sehr kann sich Dunbar in den Stamm eingliedern ohne seine Identität als amerikanischer Soldat zu verlieren? Und wie lange wird es dauern, bis sich die Armee an das aufgegebene Fort erinnert und es erneut in Besitz nimmt? Für welches Leben wird sich Dunbar dann entscheiden – für den Lieutenant im Dienst der amerikanischen Armee oder für Der-mit-dem-Wolf-tanzt, ein geschätztes Mitglied des Comanchenstamms?

Dadurch, dass dies alles von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben wird, blieb mir Dunbar ziemlich fremd. Ich konnte zwar sein Handeln nachvollziehen, aber es war mir recht egal, was aus ihm wurde. Dagegen fand ich die Einblicke in das Leben des Indianerstamms gut gelungen, auch wenn ich nicht beurteilen kann, wie realistisch die Schilderungen sind.

Ähnlich wie im Film vermittelt das Buch eine sehr ruhige und beschauliche Atmosphäre, die ich einerseits als entspannend genossen habe, aber andererseits hat sie mich nicht dazu animiert weiterzulesen. Dazu war der Roman größtenteils einfach zu unspektakulär. Im Ergebnis komme ich daher nur auf 2 von 5 Laubhütten.

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