Die Leipziger Buchmesse am 19.03.2011

Vom 17. bis zum 20. März war es wieder soweit und die Türen der Leipziger Messehallen haben sich wieder für viele tausend Besucher geöffnet. Und wieder waren meine Cousine und ich mitten drin.

Leipziger Buchmesse 2011

Für uns begann das Erlebnis „LBM 2011“ diesmal allerdings erst am Samstag Morgen. Freitag Abend waren wir zwar willig, am größten Lesefestival „Leipzig liest“ teilzunehmen, jedoch sagte uns keine der Veranstaltungen so richtig zu. In den letzten beiden Jahren haben wir uns jeweils auf den Leipziger Friedhöfen herumgetrieben und den dort stattfindenden Gothic-Lesungen gelauscht. Eine Friedhofslesung gab es dieses Jahr auch wieder – allerdings konnte und kann keine von uns beiden mit Wolfgang Hohlbein etwas anfangen.

Ansturm in Halle 4

Ansturm in Halle 4

Deswegen haben wir uns in den langen Strom der Besucher eingereiht, die am Samstag morgen auf das neue Messegelände geströmt sind. Da die erste Lesung, die wir uns nach einem ermüdenden Kampf durch das sehr umfangreiche Programm ausgesucht hatten, erst gegen 13.30 Uhr stattfand, konnten wir uns zum Auftakt erst einmal von den Menschenmassen treiben lassen. Unsere Odyssee startete in Halle 4, wo wir uns erstmal mit einigen Bookcrossern trafen – und wie solche Treffen immer verlaufen, fanden auch ein paar Bücher den Weg in meine Tasche. Immerhin fand auch meine Cousine ein Buch, so dass ich nicht allzu sehr kritischen Kommentaren ausgesetzt war. 😉

Am Stand vom dtv

Am Stand vom dtv

Anschließend wurden diejenigen Stände der großen Verlage unter die Lupe genommen, die in Halle 4 angesiedelt waren. Beim Fischer Verlag z.B. umkreisten wir den üblichen Ständer mit den Büchern aus der Fischer Klassik-Reihe, während um die Ecke die schönen Cover der Neuausgabe von Tad Williams Osten Ard-Saga bei Klett Cotta bewundert werden wollten. Die ebenfalls in Halle 4 befindlichen internationalen Verlage mussten wir leider an diesem Tag auslassen, denn vor der nun bald stattfindenden Lesung wollten unsere hungrigen Mägen noch gefüllt werden.

Markus Heitz liest aus "Collector"
Markus Heitz liest aus „Collector“

Der anschließend vor uns liegende Weg zur Fantasy-Leseinsel in Halle 2 war eine echte Herausforderung, standen doch eine Menge aufwendig kostümierter Cosplayer zwischen uns und unserem Ziel. Dennoch haben wir es pünktlich zur Markus Heitz Lesung aus seinem Space Fantasy-Roman „Collector“ geschafft. Darin entwirft er ein Szenario, in dem die Menschheit von einer weiterentwickelten außerirdischen Rasse als bedroht bzw. schützenswert klassifiziert werden und ein umfangreiches Programm zu ihrer Stabilisierung eingeleitet wird – auch gegen den Willen der schützenswerten Rasse Mensch. Wie üblich wusste Heitz seine Zuhörer gut zu unterhalten und die Neugier auf sein neustes Werk zu wecken. Zwar konnte er mich nicht dazu animieren, mir das Buch gleich zu kaufen, aber ich habe es auf meine gedankliche Merkliste gesetzt und werde beim nächsten Bibliotheksbesuch danach Ausschau halten.

Übergabe an Kollege Hardebusch

Übergabe an Kollege Hardebusch

Im Anschluss an Markus Heitz betrat dessen Kollege Christoph Hardebusch die Bühne und stellte sein Buch „Justifiers – Missing in Action“ vor. Laut dem von beiden Schrifstellern erwähnten Konzept, sind Heitz „Collector“ und die Justifier-Romane von Hardebusch und weiteren Kollegen im gleichen Universum angesiedelt, jedoch konnte ich dies während der Lesung nicht heraushören. Vielleicht ergibt es sich im Laufe der Handlung, jedoch konnte mich der Ausschnitt aus dem ersten „Justifiers“-Band nicht überzeugen. Die Inhaltsangabe des zweiten Romans dieser Reihe, „Justifiers – Undercover“ von Lena Falkenhagen klang hingegen interessanter. Falls es mich mal wieder nach SciFi dürsten sollte, werde ich mich wohl mal ins Justifiers-Universum einlesen. Zum Glück sollen die Romane alle eigenständig sein.

Christian von Aster liest aus "Armageddon TV"

Christian von Aster liest aus "Armageddon TV"

Nach diesen beiden Lesungen war es wieder an der Zeit unsere Beine in die Hand zu nehmen und wir starteten unseren Rundgang durch die Halle 2. Abgesehen von der Cosplayer-Ruhezone und dem Animekino, um die wir einen großen Bogen schlugen, haben wir uns am Stand von Werkzeugs und einigen anderen Fantasy- und Comicverlagen über Neuerscheinungen informiert und unsere Wunschzettel erweitert. Mit einem Eis in der Hand ging es bald darauf zurück auf die Fantasy-Leseinsel, wo wir diesmal Christian von Aster zuhörten, der seine Mediensatire „Armageddon-TV“ vorstellte. Das Grundkonzept – es gibt nur noch eine Sportart, in der die Spieler möglichst actiongeladen und spannungsträchtig gegeneinander antreten und sich stellenweise auch gegenseitig umbringen – ist nicht wirklich neu und für eine Satire fand ich den Auszug aus dem Buch auch viel zu harmlos; es fehlte mir einfach der Biss.

Gut für eine Verschnaufpause: Die Lesestühle

Gut für eine Verschnaufpause: Die Lesestühle

Obwohl wir den Tag halbwegs ausgeruht begonnen haben, waren wir gegen halb fünf schon geschafft und wir beschlossen, den Heimweg anzutreten. Immerhin stand uns am Abend noch eine Tour durch die Leipziger Szenekneipen bevor, die wir wohlweislich ausgeruht und mit gut gefülltem Magen antreten wollten. Diese war dann auch für mich als mittlerweile mehrjährige Leipzigerin sehr erhellend und ich habe wieder einige nette Anekdoten gehört – und natürlich auch Lokalitäten kennengelernt, die ich gern mal in Ruhe aufsuchen möchte, ganz so, wie ich es mir erhofft habe. Gegen Mitternacht trafen wir dann wieder bei mir zu Hause ein und beendeten erschöpft aber zufrieden den ersten Tag unseres Buchmessewochenendes.

P.S. Leider hatte ich gestern Probleme mit WordPress, daher kommt der erste Teil des Messeberichts leider erst heute. 😦

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