Giles Milton – Samurai William (Zwischenbericht)

Mit diesem Buch bin ich jetzt schon eine Weile beschäftigt, habe aber erst rund 1/3 gelesen. Inhaltlich geht es um die historische Vorlage des Navigators Blackthorne aus James Clavells Roman „Shōgun“, William Adams, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Japan strandete und in die Auseinandersetzungen der dortigen Feudalherren untereinander und in das Intrigenspiel der Jesuiten hineingezogen.

Was Clavell auf über 1200 Seiten ausführlich schildert – wie Toranaga (= Tokugawa Ieyasu) listenreich seinen Konkurrenten Ishido (= Ishida Mitsunari) ausmanövriert und sich gegen den Regentschaftsrat durchsetzt, um schließlich das Shogunat zu erlangen – ist bei Milton innerhalb weniger Seiten abgehandelt, wobei Adams Anteil daran bei Weitem geringer ausfällt als in Clavells Verarbeitung des Stoffes. Die Frage, die sich jetzt natürlich stellt ist, was hat Adams noch alles in Japan erlebt, was keinen Eingang in Clavells Roman fand? Schließlich hat Milton noch über 200 weitere Seiten gefüllt. Hoffentlich aber nicht mit weiteren Expeditionen nach Japan! Ich fand es zwar ganz nett, dass er die (gescheiterten und erfolgreichen) Reisen nach Japan vor Adams vorgestellt hat, aber das Thema seines Buches ist immer noch der Samurai William. Hoffentlich hat er das beim Schreiben nicht vergessen.

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5 Kommentare zu “Giles Milton – Samurai William (Zwischenbericht)

  1. nomadenseele sagt:

    Mache dir keinen Stress, ich habe mich mit *The six wives of Henry VIII.* auch gewaltig verkalkuliert. Ich könnte fertig sein, aber das Lesen auf Englisch ist so anstrengend geworden, dass ich noch nicht einmal Lust habe, jeden Tag ein Kapitel zu lesen. Wahrscheinlich geht es dir auch so.

  2. Myriel sagt:

    Ja, das Lesen auf Englisch ist nicht so leicht, besonders weil es ein Fachbuch ist. So einige Abschnitte verstehe ich kaum, weil mir das Vokabular fehlt, aber ich habe auch nicht Lust, jedes Wort nachzuschlagen. Dem großen Zusammenhang kann ich aber folgen.

  3. nomadenseele sagt:

    So geht mir das auch, wobei ich dann leider auch wenig Motivation verspüre, dass Buch überhaupt zu lesen.

  4. Myriel sagt:

    Das Buch ist zwar etwas zäh gestartet, aber mittlerweile ist es sehr interessant, da ich jetzt den Vergleich zu „Shōgun“ ziehen kann und merke, was Clavell verarbeitet hat, was nicht und auch, was nach den Geschehnissen in seinem Roman noch alles passiert ist.

  5. nomadenseele sagt:

    Ich lese eigentlich viel Englisch, auch fast täglich die New York Times, deswegen war ich schon geschockt, wie schwer ich mich mit dem Buch tue.

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