Douglas Adams, Mark Carwardine – Die Letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde

Der Science Fiction-Autor Douglas Adams, bekannt vor allem durch seine parodistische Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“, hat gemeinsam mit dem Zoologen Mark Carwardine die verschiedensten Orte unseres Planeten aufgesucht, um sich vor Ort über den Zustand bedrohter Tierarten und ihren Schutz zu informieren. Auslöser war eine Reise nach Madagaskar, wo sie nach einer Lemurenart, dem Aye-Aye, gefahndet hatten, über den Adams einen Artikel beisteuern sollte. Während dieses Trips kam ihnen der Gedanke, ein Sachbuch der humorvollen Art über die vom Aussterben bedrohten Tiere zu verfassen. Dazu sind sie nach einiger Vorbereitungszeit unter anderem nach China zum Baiji-Flussdelphin, nach Zaire zu den Berggorillas und nach Mauritius zu den Mauritiussittichen und den Rodrigues-Flederhunden gereist.

Ihre Erlebnisse während dieser Reisen hat Adams mit seinem typischen Humor niedergeschrieben. Allerdings konnte selbst ein gelegentlicher Heiterkeitsausbruch nicht darüber hinweghelfen, welchen verheerenden Einfluss die Menschen auf ihre Umgebung haben können. So wechselten meinen Empfindungen während des Lesens regelmäßig zwischen Faszination, Freude, wenn die beiden Forscher wieder ein seltenes Tier gesichtet hatten, und Entsetzen angesichts der Situation, in welcher sich die meisten dieser Tiere befanden. Zwar wurde Adams nie müde, diejenigen zu loben, die sich für den Schutz der bedrohten Tiere einsetzen, doch meistens waren ihre Bemühungen nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Da das Buch bereits 1990 erschien, würde es mich sehr interessieren, wie sich die Situation der besuchten Tierarten mittlerweile geändert hat – ob es gelungen ist, ihre Population zu stabilisieren oder ob sie nicht mehr vom Aussterben bedroht sind, sondern dieses Schicksal schon erlitten haben.

Als einziges Manko empfand ich das gelegentliche Winken mit dem Zaunspfahl, als Adams über seine anderen Bücher sprach und welche Belastung es doch teilweise ist, ein bekannter Autor zu sein. Zum Glück hielten sich diese Stellen jedoch sehr in Grenzen.

Insgesamt ist den beiden Autoren ein informatives und sehr gut zu lesendes Sachbuch über die aussterbenden Tiere dieses Planeten gelungen, welches den Leser zum Nachdenken anregt. Abgerundet wird das Buch durch mehrere farbige Fotoseiten, auf denen Abbildungen der besuchten Tiere zu sehen sind. Ich vergebe 4 von 5 Blättern rosa Schreibpapier.

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