J.R. Ward – Black Dagger (1+2)

Als die Bücher der „Black Dagger“-Reihe das erste Mal auf meinem Radar auftauchten, war ich versucht, sie mir zu kaufen. Warum es dann doch nicht dazu kam, kann ich heute nicht mehr ganz nachvollziehen, war aber froh darüber, denn das, was ich später über die Bücher gehört habe, ließ mich vermuten, dass sie sowieso nicht so ganz in mein Beuteschema passen würden. Doch letztens bot sich die Gelegenheit, die ersten beiden Bände auszuleihen und diese wurde natürlich auch genutzt, denn neugierig war ich irgendwo doch, was an den Büchern so zu finden sei.

Gelesen habe ich jetzt die ersten beiden Bände der deutschen Übersetzung, die zusammen den ersten englischen Band ergeben:

  • Nachtjagd
  • Blutopfer

Auf der einen Seite finden wir die mysteriöse Bruderschaft der Black Dagger, in der die letzten kämpfenden Vampire versammelt sind und die ihre nicht kämpfenden Brüder und Schwestern beschützen. Auf der anderen Seite stehen die Lesser, die ihnen zwar im offenen Kampf nicht gewachsen sind, ihre Reihen aber über die Jahrhunderte gefährlich ausgedünnt haben. Ihre Motivation? Rache und Eifersucht. Denn während die Vampire einst von der gottähnlichen Jungfrau der Schrift geschaffen wurden, werden die Lesser von Omega beherrscht, dem die Gabe der Schöpfung fehlt und der nur zerstören kann, was andere erschufen.

Anführer der Black Dagger ist der beinah blinde König der Vampire, Wrath, der sich jedoch vor seinem königlichen Erbe und der damit verbundenen Verantwortung fürchtet und lieber Jagd auf die Lesser macht. Als sein alter Freund Darius bei einem Attentat der Lesser sein Leben verliert, hinterlässt er Wrath die Aufgabe, sich um seine Tochter zu kümmern, eine Halbvampirin, deren Verwandlung kurz bevorsteht. Wrath ist davon zwar anfangs alles andere als begeistert, aber als er Beth kennen lernt, ist er sofort von der jungen Frau fasziniert.

Natürlich kommt es, wie es kommen muss und die beiden finden zusammen, doch wird das Ganze erfreulich wenig romantisiert, sondern von flotten Sprüchen und sarkastischen Streitereien gewürzt, während die Sex-Szenen nicht übertrieben stark ausgeschmückt werden. Für mehrere Stellen voller trockenem Humor sorgt auch der Polizist Butch, der während Beths Arbeit bei einer örtlichen Zeitung zu ihren Kontakten gehörte und jetzt unfreiwillig Bekanntschaft mit den Black Daggern schließt.

Bei den Black Daggern ist entsprechend der eindeutigen Zielgruppe dieser erotischen Mystery-Bücher für jeden Geschmack etwas dabei: der liebevolle Tohrment, der als einziger bereits vergeben ist, der verfluchte Vishous, der arrogante Schönling Rhage und die Zwillingsbrüder Phury und Zsadist, bei denen der vernünftige Phury zumeist das ausbügeln musste, was der unberechenbare Zsadist angestellt hatte. Ob und wie sie die Frau ihres Lebens finden, wird Gegenstand der weiteren Bände der Reihe sein, die im Deutschen mittlerweile auf 14 Stück angewachsen ist. Weitere Bücher sind bereits angekündigt.

Fazit: Obwohl ich darin bestätigt wurde, dass es ganz gut war, für die Bücher kein Geld auszugeben, werde ich wohl auch noch weitere Bände der Serie lesen, wenn sie mir zwischen die Finger kommen, denn der flüssige Schreibstil und die Mischung aus Vampiren, Kampf, Erotik und Humor lässt sich angenehm lesen und überfordert auch nach einem anstrengenden Tag das Gehirn nicht. Dafür vergebe ich 3,5 von 5 Dolchen. Für alle, die einen Versuch mit der Reihe wagen wollen, sei darauf hingewiesen, dass immer zwei deutsche Bücher einen Originalband ergeben und daher der erste Band „Nachtjagd“ sehr offen endet und erst in „Blutopfer“ seinen Abschluss findet.

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