Terry Deary – The Fire Thief

Die Legende vom Titanen Prometheus, der den Menschen das Feuer gab und als Strafe dafür an den Kaukasus gekettet wurde, wo ihm jeden Morgen die Leber von einem Adler herausgehackt und gefressen wurde, wird in der Fire Thief-Trilogie vom britischen Schriftsteller Terry Deary Realität. Doch anders als in der griechischen Sage schafft es Prometheus, sich selbst zu befreien. Dabei wird er allerdings von Zeus beobachtet, der ihm eine Chance gibt, seine Tat, den Diebstahl des Feuers, zu rechtfertigen: dafür muss er unter den Menschen einen finden, der ein echter Held ist.

Mit Hilfe von Zeus göttlichen Flügeln kann er durch die Zeit reisen und es verschlägt ihn nach Eden City, eine verkommende Stadt im England des 19. Jahrhunderts. Dort lernt er durch Zufall den Waisenjungen Jim und dessen „Onkel“ Edward kennen, die sich als Gauner und Diebe durchschlagen. Unfreiwillig wird er Teil von dessen Gaunereien und rettet Edward sogar vor dem Galgen. Doch dadurch verrät er seinen Aufenthaltsort an seinen Verfolger, den Adler, der ihm einst am Kaukasus täglich die Leber herausgerissen hat.

Der Ich-Erzähler dieser Geschichte ist Jim. Die Geschehnisse, bei denen er selbst anwesend war, erzählt er aus seinem Blickwinkel, während er für die übrigen Teile, insbesondere was im alten Griechenland geschah, auf Hörensagen zurückgreifen muss. Wo und wann genau die einzelnen Kapitel spielen, wird gleich zu Beginn genannt. Bevor die eigentliche Handlung wieder einsetzt, wendet sich Jim als Erzähler direkt an den Leser, erklärt, wozu die verschiedenen Sprünge in Raum und Zeit notwendig sind, deutet an, was passieren wird oder quatscht den Leser einfach voll. Jim hält sich nämlich für einen begabten Schriftsteller und will den Leser auch davon überzeugen. Dafür nutzt er gelegentlich auch Fußnoten, in denen er manche der angewandten Tricks und Kniffe erklärt, um zu zeigen, wie gut er ist. Manch einem wird diese Angewohnheit bestimmt ziemlich auf die Nerven gehen, aber für mich war es noch innerhalb des Rahmens, in dem ich es amüsant finde.

Das weitere Personal ist übersichtlich, aber für ca. 250 Seiten ausreichend. Über sie lernt man aufgrund der Erzählperspektive allerdings nur, was Jim von ihnen wusste bzw. was er von ihnen hielt. Besonders tiefgründig sind die Charaktere dadurch nicht ausgestaltet, da man von ihren Gedanken und Gefühlen kaum etwas erfährt.

Die Sprache des Buches ist sehr einfach gehalten. Mit den kurzen Sätzen und ohne zu viel kompliziertes Vokabular dürfte es auch für Leute verständlich sein, die wenig Erfahrung mit englischsprachigen Büchern haben.

Insgesamt gesehen hat mich das Buch einen Nachmittag lang gut unterhalten und es hat mich neugierig genug gemacht, dass ich mir später auch die anderen beiden Bände der Trilogie zu Gemüte führen werde. Dafür vergebe ich 3,5 von 5 Särgen.

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