Edgar Wallace – Der Banknotenfälscher

Peter Clifton, ein junger und reicher Mann, wird in Kürze die attraktive Jane Leith heiraten, doch er kann sich auf diesen Moment nicht freuen. Sein Vater starb als Wahnsinniger im Gefängnis und es wird befürchtet, dass die Geisteskrankheit sich auf Peter vererbt hat.

Zur gleichen Zeit beherrscht der „Fuchs“ die Titelblätter der Londoner Zeitungen. Nachdem mehrere Leichen gefunden wurden, ist fraglich, ob die Morde ebenfalls auf das Konto des berüchtigten Banknotenfälschers gehen oder ob jemand anders dahinter steckt.

Kurz nach ihrer Heirat mit Peter findet Jane ein geheimes Zimmer, in dem sich alle Utensilien für das Fälschen von Geldscheinen befinden. Ist Peter wirklich der Fuchs? Doch welche Rolle spielt sein Arzt Donald, der in Peter immer wieder Zweifel weckt? Und warum wird Peter während der Ermittlungen immer wieder von Chefinspektor Bourke gedeckt – entgegen aller Logik und allen Beweisen?

Nachdem ich mit den letzten gelesenen Wallace-Romanen nicht so recht zu begeistern war, hat mir dieser hier wieder sehr gut gefallen. Zum einen liegt das an der wirklich verzwickten Story, bei der nichts ist wie zu Beginn und bei der ich auch nach der Hälfte der rund 200 Seiten noch keine Ahnung hatte, wie schlussendlich alles miteinander zusammen hängt.

Zum anderen hat mir gefallen, dass die sonst bei Wallace unvermeidliche Liebesgeschichte – armes bedrohtes Mädchen verliebt sich in heldenhaften Retter – diesmal ausblieb. Jane, die einzige Kandidatin für die Rolle des armen bedrohten Mädchens, ist nämlich bereits an Peter vergeben. Den liebt sie zwar zu Beginn ihrer Ehe noch nicht, doch ändern sich ihre Gefühle für ihn während der gemeinsamen Erlebnisse auf glaubhafte Weise, so dass in diesem Roman erfreulicherweise keine aufgesetzt wirkende Romantik vorkommt.

Meine besondere Sympathie galt jedoch Chefinspektor Bourke. Er füllt die Rolle des undurchsichtigen, aber aufopferungsvollen Großvaters sehr gut aus und hält seine schützende Hand über Peter und Jane.

Insgesamt gesehen ist dies einer der besten bisher von mir gelesenen Wallace-Romane, weshalb ich dafür auch 4 von 5 Druckplatten vergebe.

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