James M. Ward – Der Herr der Drachenflotte (1) – Der Magierkadett

Der 17jährige Halcyon Blithe hat soeben die Magierakademie beendet und tritt seinen ersten Einsatz als Magierkadett an Bord des Drachenlinienschiffs SMD Zuversicht an, eines Dreimasters auf dem Rücken eines Seedrachens. Kaum ist er an Bord, verlässt das Schiff den sicheren Hafen und begibt sich zu seinem Einsatzort im Krieg gegen die Maleener, ein unbarmherziges Volk von Gestaltwandler. Während der Dauer der Fahrt muss Halcyon vieles über die Seefahrt lernen, da er auf diesem Gebiet noch etliche Wissenslücken aufweist. Seine magischen Talente haben sich bei ihm erst sehr spät gezeigt und so hatte er sich bereits auf eine Karriere im königlichen Heer vorbereitet. Als 7. Sohn eines 7. Sohns wohnen in ihm jedoch besondere magische Kräfte, die er nach und nach kennen lernt. Allerdings gab es im Familienstammbaum einst auch einen Dämonen, dessen Erbe zum Teil noch in ihm wohnt und ihm nicht nur Freunde verschafft. Bevor er sich daher in der Schlacht gegen den Feind einen Namen machen kann, muss er sich zuerst an Bord seines Schiffs beweisen.

Halcyon Blithe ist der eindeutige Held und Sympathieträger dieser Geschichte und so konzipiert, dass man nur mit ihm mitfiebern kann und hofft, dass er heil aus allem wieder herauskommt. Das er dabei fast als zu gut und zu begabt erscheint stört nur wenig, denn seine Herzlichkeit wirkt ansteckend. Leider kommen dabei die übrigen Charaktere etwas zu kurz und wirken stellenweise nur wie Statisten.

Die Geschichte an sich kommt nur langsam in Fahrt. Doch da Halcyon selbst sich ebenso an Bord des Drachenschiffs orientieren muss wie der Leser, lernen beide gemeinsam die Besonderheiten dieser Linienschiffe kennen und man erfährt vieles über die Welt, das Magiesystem und die aktuelle politische Lage. Nach ungefähr der Hälfte des Buches kommt jedoch Spannung auf als festgestellt wird, dass es einen Saboteur an Bord des Drachenschiffs gibt, der es auf das Herz des Drachen und damit auf seine Leben und dass aller an Bord des Schiffs abgesehen hat.

Der Schreibstil ist rund und flüssig, so dass ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen habe. Trotz einige Vorhersehbarkeiten und der Blässe der Nebenfiguren habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zudem ist dies der erste Band einer Reihe, so dass die Hoffnung besteht, im bereits erschienen Folgeband „Magier der Drachenfregatte“ mehr über Halcyons Freunde und Kameraden sowie über ihre Feinde zu erfahren. Von mir gibt es für diesen Ausflug in die marinehistorische Fantasy 4 von 5 Glasphiolen.

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