O Welt in einem Ei. Das Oster-Lesebuch

Passend zum Osterwochenende hatte ich während des Frühlings-/Osterlesewochenende auf Literaturschock.de (oje, schon wieder so lange her) neben der Frühlingsanthologie aus der Fischer Klassik Reihe auch die Osteranthologie gelesen. Obwohl sie sich thematisch zum Teil überschneiden und daher auch einige Beiträge, z.B. Goethes Osterspaziergang, in beiden Veröffentlichungen  vertreten sind, gefällt mir das Oster-Lesebuch bedeutend besser.

Da der Untertitel „Lesebuch“ relativ frei gewählt ist, bin ich von Anfang an aufgeschlossener an das Buch herangegangen. Die Mischung aus Gedichten und Geschichten, die hier vorliegt, ist relativ ausgeglichen, dafür aber atmosphärisch vielfältig. Bereits im Vorwort wird darauf hingewiesen, dass Ostern einerseits eine Zeit zu trauern ist wegen der Kreuzigung Christi, andererseits auch eine Zeit der Freude aufgrund seiner Auferstehung. Bei der Bandbreite der Themen ist jedoch zu beachten, dass Ostern ein christliches Fest ist und daher in beinah jedem Beitrag ein religiöser Unterton zu finden ist.

Besonders gut gefallen hat mir die Gedichtserie von Anette Droste-Hülshoff „Am Gründonnerstage“, „Am Karfreitage“, „Am Karsamstage“ und „Am Ostersonntage“. Auch humorvolle Beiträge wie das „Rätselhafte Ostermärchen“ von Joachim Ringelnatz bereichern die Anthologie, ebenso wie kurze Erzählungen wie beispielsweise „Die Entlarvung des Osterhasen“ von Erich Kästner.

Insgesamt war es eine angenehme Bereicherung des Osterwochenendes. Ich vergebe 4 von 5 Osterhexen.

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