Alexandro Jodorowsky & Juan Gimenez – Die Kaste der Meta-Barone (1) – Othon & Honorata

Eine Space Opera in ferner Zukunft. Zahlreiche Planeten haben sich zu einem Imperium zusammengeschlossen, darunter auch Marmola, eine riesige Marmorkugel. Durch einen Unfall erfährt das Imperium von einer bisher geheim gehaltenen Technologie, die alle Dinge schwerelos machen kann. Ein gnadenloser Kampf um den Planeten entbrennt, den Othon, Schwiegersohn des Herrschers von Marmola zwar für sich entscheiden kann, aber um einen hohen Preis. Nachdem er abtrünnige Kämpfer des Imperiums und Piraten besiegt hat, übergibt er den Planeten samt seinem Geheimnis an das Imperium und erhält dafür die wunderschöne Welt von Okhar. Dort begründet er die Kaste der Meta-Barone, die dank ihrer Stärke und Gewitztheit über allen anderen Baronen stehen.

Wie aus der Inhaltsbeschreibung erkennbar ist, handelt es sich hier keinesfalls um eine Liebesgeschichte, wie der Titel zuerst vermuten lässt. Zwar spielen der erste Meta-Baron Othon und Honorata, die Mutter des zweiten Meta-Barons, eine große Rolle, doch im Mittelpunkt steht die Entstehungsgeschichte der Kaste der Meta-Barone und ihre unheilvollen Rituale, die bis zur Selbstverstümmelung reichen. Die düstere Grundstimmung der Story wird dabei durch den Einsatz von gedeckten, zumeist eher dunkleren Farben unterstrichen.

In detaillierten Zeichnungen, denen man ansieht, dass sie wirklich gezeichnet wurden und nicht am Computer animiert sind, erzählen die beiden Autoren ihre Geschichte. Als besonders Positiv möchte ich hervorheben, dass sogar in den Kampfszenen erkennbar ist, was gerade geschieht und nicht nur ein Wirrwarr an Gliedmaßen vorherrscht.

Das gesamte äußere Erscheinungsbild ist noch hochwertiger als vom Splitter-Verlag ohnehin schon gewohnt. Im stabilen A4-Hardcover mit geprägten Verzierungen präsentieren sich über 120 Comic-Seiten sowie ein 20-seitiger Anhang, der näher auf die Entstehungsgeschichte des Comics und den Werdegang seiner Schöpfer eingeht. Zudem werden auf einer Doppelseite Skizzen für die tierische Bevölkerung des Incal-Universums präsentiert. Als Bonus enthält die Collectors-Edition noch einen beigelegten Druck.

Für diesen ersten Doppelband der hoch gelobten Kultserie vergebe ich insgesamt 4 von 5 Blutstropfen.

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Ein Kommentar zu “Alexandro Jodorowsky & Juan Gimenez – Die Kaste der Meta-Barone (1) – Othon & Honorata

  1. Zahgurim sagt:

    Da ist es wieder….dar fantastische erste band den ich immer noch nicht mein eigen nennen kann. Band 7-8 sind in meinem Besitz und seit Jahren suche ich nach dem Ersten. Auch alle anderen Schöpfungen von Jodorowsky nenne ich mein eigen. Eine schöne beschreibung bzw. Darstellung die hier verfasst wurde….passt exact.

    So, und nun werde ich mich weiter auf die Suche nach dem ersten band machen!

    Mit nettem gruß,

    Zahgurim

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