Wolfgang Hohlbein – Die Chronik der Unsterblichen (10) – Göttersterben

Nachdem der 9. Band der Chronik der Unsterblichen mit einem vergleichsweise offenen Ende aufgewartet hat, war ich sehr froh, als mir meine Schwägerin-in-spe schon bald darauf den vorliegenden 10. Band ausgeliehen hat.

Der Anfang gestaltete sich dann wieder erwarten etwas schwierig, schließt „Göttersterben“ doch nicht unmittelbar an den Vorgänger an. Seitdem Loki sein wahres Ich offenbart hatte und aus dem hohen Norden geflohen ist, sind viele viele Jahre/Jahrzehnte vergangen, während dessen Andrej und Abu Dun ihm immer auf den Fersen waren. Schließlich treffen sie in Cadiz ein, gerade als sich die spanische Armada zum Kampf gegen die britische Flotte rüstet. In der geladenen Atmosphäre der Stadt finden sich die beiden Unsterblichen mal wieder mit einigen schier unlösbaren Problemen konfrontiert. Insbesondere Andrejs Wandlung zu einem der Art von Vampyren, die er und Abu Dun eigentlich bekämpfen, durchzieht wie ein roter Faden die Geschehnisse in der Stadt. Doch Hohlbein wäre nicht Hohlbein, wenn nicht alles ganz anders wäre, als es auf den ersten Blick scheint.

Ehrlich gesagt mochte ich die Chronik sehr gerne und insbesondere die ersten Bände habe ich mit einem enormen Heißhunger verschlungen. Doch mittlerweile wiederholen sich nur noch altbekannte Versatzstücke und schon im Vorfeld weiß man, dass im großen Showdown wieder mal alles als bekannt geltende Wissen über den Haufen geworfen wird von einer nicht absehbaren und vollkommen unlogisch anmutenden Wendung der Ereignisse. Hier fiel es mir sehr deutlich auf, weil ich ob der Ankündigung, dass mit diesem 10. Band die Chronik zu einem vorläufigen Ende geführt wird und danach ein neuer Handlungsbogen eröffnet wird, doch gehofft hatte, einige Antworten zu erhalten. Aber nada, nichts, rein gar nichts!

Auch stieß mir die im vorliegenden Buch mal wieder sehr deutliche Konzentration auf Andrej sauer auf. Es gab einige Stellen, an denen ich mir mehr Einblicke in Abu Duns Charakter und seine Erlebnisse erhofft hatte, die jedoch ausblieben.

Insgesamt war ich doch sehr enttäuscht von „Göttersterben“. Hohlbein vermag zwar so zu schreiben, dass es mich förmlich durch die Seiten zieht, aber was ich dort erlebt habe, konnte mich nicht ansatzweise zufrieden stellen. Daher kann ich nicht mehr als 2 von 5 Linienschiffe vergeben.

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