Edgar Wallace – Die seltsame Gräfin

Lois Reddle ist Angestellte bei einem Londoner Rechtsanwalt. Dieser schickt sie eines Tages in ein Gefängnis, wo sie einige Urkunden unterzeichnen lassen muss. Unter den weiblichen Insassen fällt ihr eine besonders auf: die verurteilte Mörderin Mrs. Pinder. Als sie den Direktor nach dieser Frau fragt, erzählt er ihr die Geschichte von ihr und ihrer kleinen Tochter. Lois wird klar, dass sie diese Tochter ist und versucht daraufhin herauszufinden, was vor 20 Jahren wirklich geschah und die Unschuld ihrer Mutter zu beweisen. Glücklicherweise tritt sie eine neue Stelle bei der Gräfin Moron an, bei der sie mehr Freizeit für ihre Nachforschungen hat.

In meinen Augen ist dies einer der schwächeren Wallace-Krimis. Gleich zu Beginn häufen sich die Ungereimtheiten. Der Gefängnis-Direktor, der Lois nichts über die Gefangenen erzählen darf, es aber trotzdem tut. Der „unglaubliche Zufall“, dass ausgerechnet Lois die Tochter von Mrs. Pinder ist und dies ausgerechnet an ihrem letzten Arbeitstag erfährt, an dem sie ausgerechnet in das Gefängnis geschickt wird, in dem ihre Mutter einsitzt. Und natürlich der charmante Michael Dorn, der Retter in der Not, der das Mädchen verfolgt, ihr aus der Patsche hilft, den das Mädchen nicht leiden kann, ihm aber trotzdem vertraut.

Auch unterscheidet sich der Plot nicht wesentlich von anderen Wallace-Krimis. Der charmante Detektiv hilft dem jungen, hübschen Mädchen mit der geheimnisvollen Vergangenheit, die aufgrund ebendieser von einigen geldgierigen Leuten verfolgt wird, unter denen natürlich auch ein abgrundtief hässlicher Mann ist. Nachdem das junge, hübsche Mädchen dem charmanten Detektiv anfangs nicht leiden konnte, merkt sie in der Stunde der höchsten Not, dass sie ihn doch über alles liebt und vertraut darauf, dass er sie schon retten werde, was dieser natürlich auch tut. Und zu guter Letzt wird dann von einem der Guten, der aber nur im Hintergrund aktiv war, erklärt, wie alles miteinander zusammenhängt.

Für eine Nachmittagslektüre nicht schlecht, aber mehr als 2 Stunden vermag das Buch nicht zu fesseln. Nachwirkungen: keine. Ich vergebe 2 von 5 Pralinenschachteln.

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