Bichebois & Poli – Kind des Blitzes (1) – Blutsteine

Bei einem Jagdausflug im Wald findet Moskip aus dem Clan Däfow ein Baby, dessen Mutter während der Geburt vom Blitz erschlagen wurde. Da seine Frau keine Kinder bekommen kann, sieht er den Jungen als Geschenk des Himmels an und bringt ihn in sein Dorf. Obwohl nicht alle davon begeistert sind, wird der Junge in den Clan aufgenommen und seine Adoptivmutter gibt ihm den Namen Laith, „weil er das Licht meines Lebens ist.“

Laith wächst heran und entwickelt sich zu einem erstaunlichen Jungen. Er kann viel schneller rennen als die anderen und auch ein Sturz von einem hohen Baum macht ihm nichts aus. Allerdings durchlebt er während eines Gewitters immer starke Krämpfe und Schmerzen.

Nachdem auf einem Ausflug, auf dem der Dorfjugend das Jagen beigebracht werden soll, ein Junge schwer verletzt stirbt, entwickelt Laith die Fähigkeit, ihn mit einem Blitz wiederzubeleben. Total verschreckt rennt er daraufhin weg, wird jedoch von seinem Vater Moskip zurückgeholt. Während ihn einige Dorfbewohner als Wunderkind ansehen, tendieren andere eher zu der Bezeichnung „Monster“. Draufhin beschließt Moskip dem Jungen die Wahrheit zu erzählen und mit ihm das Grab seiner leiblichen Mutter aufzusuchen. Er ahnt nicht, welche Geschehnisse er damit ins Rollen bringt.

Das ungewöhnlich an diesem Comic ist, dass keine der Personen menschlich ist, sondern sie einer menschenähnlichen Rasse angehören mit spitzen Ohren, breiten Nasen und dunklen Malen im Gesicht, die wie Tätowierungen wirken. Davon abgesehen verhalten sie sich jedoch genau wie Menschen. Während sich vielleicht nun einige fragen werden, warum man dann nicht Menschen darstellen konnte, wenn sowieso alles menschlich an ihnen wirkt, frage ich mich, warum müssen es denn immer Menschen sein. Schließlich spielt der Comic in einer Fantasywelt und dort leben in diesem Fall nun mal andere Wesen.

Während ich mich also an der zeichnerischen Darstellung der Personen erfreuen konnte, war ich mit der Charakterzeichnung nicht ganz glücklich. Es gibt auf der einen Seite die Guten, die unschuldig in das Geschehen hineingezogen wurden – und auf der anderen Seite die Bösen, die die Guten jagen und insbesondere Laiths Fähigkeiten für sich nutzen wollen. Diese Schwarz-Weiß-Malerei ist mir leider viel zu eintönig.

Dennoch hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich werde mir mit Sicherheit auch noch die beiden Folgebände zulegen. Für diesen Auftakt der Serie vergebe ich 3 von 5 Borali.

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