Ange ~ Varanda ~ Lyse – Das verlorene Paradies (1) – Hölle

Der einfache Arbeiterengel Gabriel bewacht eins der vielen Tore zwischen Himmel, Erde und Hölle – in seinem Fall eine Pariser Metrostation. Dort lernt er den Jungen Julien kennen, der aus Versehen durch sein Tor in die Hölle gerät. Obwohl der Ausflug nur sehr kurz war, sind daraufhin die Höllenscharen hinter seiner Seele her, so dass Gabriel ihn in den Himmel in Sicherheit bringen muss. Kaum ist dies erledigt, will er sofort wieder in die Hölle hinunter, denn während des Eingangsszenarios hat er für Sekunden seine alte Bekannte und gefallenen Engel Anya gesehen und will sie befreien und zum Licht zurückführen. Julien folgt ihm dorthin, denn er argwöhnt, dass die beiden Engel, in dessen Obhut ihn Gabriel zurückließ, ihm nichts Gutes wollen.

Es wird deutlich, dass im ersten von vier Bänden nur die Einführung in die Welt von Licht und Dunkel vollbracht wird und die in ihr handelnden Personen vorgestellt werden. Über das große Ganze, das hinter Allem steckt, erfährt der Leser noch nicht viel, nur kleine Andeutungen auf seine Existenz.

Die zumeist vielen kleineren Panels pro Seite werden ab und an von großformatigeren, in Einzelfällen ganzseitigen Zeichnungen unterbrochen, die einen Überblick über die Gegend geben sollen. Dadurch wird ein rasantes Tempo aufgebaut, welches insbesondere den vorkommenden Kämpfen zu Gute kommt, werden sie dadurch nicht übermäßig ausgebreitet, sondern kompakt und übersichtlich dargestellt.

Die Personenzeichnungen sind leider nicht unbedingt das Highlight des Comics. Zwar ist jede Person eindeutig erkennbar, aber dies meist nur aufgrund der unterschiedlichen Haarfarben. Sonst ähneln sich die Frisuren und Gesichtszüge viel zu sehr, als dass man von individuellen Charakterzeichnungen sprechen könnte.

Alles in Allem macht die Story neugierig auf mehr, auch wenn die Zeichnungen dies nicht unbedingt unterstützen. Ich vergebe 2,5 von 5 Verdammten.

Wer sich vor einem eventuellen Kauf ein eigenes Bild vom Zeichenstil machen möchte, kann dies auf der Homepage des Splitter-Verlags tun. Hier wurde eine mehrseitige Leseprobe veröffentlicht, anhand derer man sich einen guten Überblick verschaffen kann.

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