Don Quixote – Gottkönig im Regenwald? (Zwischenberichte)

Immer noch habe ich keine neue Rezi zu veröffentlichen, deswegen ein neuer Zwischenbericht zu meinen aktuellen Lektüren:

Don Quixote von la Mancha:

Nachdem sich der Anfang doch ziemlich wie Kaugummi gezogen hat und ich mich gefragt habe, ob denn das ganze Buch nur mit sinnfreien Abenteuern des Ritters von der traurigen Gestalt gefüllt ist, vollzog sich ab dem 23. Kapitel eine Wendung. Der edle Ritter ohne Verstand war nicht mehr die Hauptfigur, sondern trat mehr in den Hintergrund, während andere Personen ihre Lebens- und Liebesgeschichten vorbrachten. Obwohl es zeitweise arg übertrieben wirkte, konnten doch alle unvergleichlichen Schönheiten ihren geliebten und vergötterten Besitzer ihrer Herzen in die Arme schließen und es herrschte Friede, Freude, Eierkuchen-Atmosphäre.

Auch die Mission des Pfarrers und des Barbiers aus Don Quixotes Heimatdorf glückte, so dass sich der Ritter wieder in seinem Haus befand, wo er von Haushälterin und Nichte umsorgt wurde. Und damit endet dann auch der erste Band. Allerdings deutet Cervantes schon an, dass es einen dritten Auszug geben wird und man daher getrost davon ausgehen kann, dass Don Quixote seinen Verstand nicht so bald (wenn überhaupt) wiedererlangt.

Zur Halbzeit gibt es daher folgendes Fazit:

Da steh ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!

Währenddessen beschäftige ich mich in einer Sachbuchleserunde zudem mit den Maya – Gottkönige im Regenwald:

Dieses großformatige und reich bebilderte Werk hat es mir angetan. Neben der tadellosen Verarbeitung und den hervorragenden Materialien ist insbesondere der Inhalt ein wahrer Augenschmaus. Obwohl ich schon einige Bücher über die Maya gelesen habe, lerne ich mit dieser Lektüre immer neue Tatsachen hinzu. Bisher gefiel mir insbesondere der Abschnitt über die Politik der Maya hervorragend, in dem detailliert dargestellt wurde, wie die Vormachtstellung im Kernland zwischen Tikal und Calakmul hin und her schwankte.

Ergänzt werden die Ausführungen von wunderschönen Fotos und Zeichnungen, die einerseits archäologische Funde und Stätten der Maya zeigen und andererseits erfreue ich mich immer wieder an rekonstruierten Stadtplänen und der akuraten Darstellung der Hieroglyphen. Positiv gefällt mir, dass teilweise ganze Passagen von Stelen sowohl in der Bildschrift als auch als Übersetzung parallel gezeigt werden und damit zum Vergleichen einladen.

Mein Zwischenfazit hier: Ich brauch mehr Zeit zum Lesen! Und ich brauch einen Lottogewinn für eine ausführliche Reise nach Yukatan!!! Allerdings sollte ich für einen Lottogewinn erstmal anfangen, Lotto zu spielen.

P.S.:

Mein Langzeitaufenthalt in Mittelerde wurde leider aus akutem Zeitmangel um einige Wochen verschoben, um dann umso intensiver wahrgenommen zu werden.

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