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Archiv für die Kategorie ‘Science Fiction’

Obwohl dies der zweite Band der Star Trek-Reihe „Starfleet Academy“ ist, ist er chronologisch vor „Die Delta-Anomalie“ einzuordnen. Denn im Gegensatz zur Handlung in „Die Delta-Anomalie“ ist der junge James T. Kirk und seine späteren Kameraden nicht schon länger an der Sternenflottenakademie, sondern sie sind gerade erst angekommen und müssen sich erst mal zurechtfinden. Nicht umsonst ist die Sternenflottenakademie eine der härtesten Ausbildungsstätten und die Anforderungen an die Kadetten sind sehr hoch gesteckt.

Jim Kirk, dessen Bekanntheit unter seinen Mitstudenten aus der Heldentat seines Vaters herrührt, hat sich eigentlich nur an der Akademie eingeschrieben, weil er nichts besseres zu tun hatte und testen wollte, wie weit er kommt. Doch dann muss er ebenso schnell wie alle anderen Kadetten erkennen, dass man seine ganze Kraft, seinen ganzen Willen und seinen ganzen Ehrgeiz braucht, um den hohen Anforderungen gerecht werden zu können.

Als einer von Kirks Mitstudenten nach wenigen Wochen scheinbar im Schlaf stirbt, wird Kirks Freund „Pille“ McCoy in die Untersuchung verwickelt und der stellt schon bald fest, dass nicht alle Kadetten dem Druck der Studien gewachsen sind und mit illegalen Mitteln versuchen, sich einen Vorteil zu verschaffen – nicht immer zu ihrem eigenen Vorteil. Zuerst berührt dies Kirk wenig, doch als Pille als Verdächtiger ins Visier der ermittelnden Offiziere gerät, fühlt sich Kirk in der Pflicht, seinem Freund beizustehen und nimmt die Sache selbst in die Hand.

Dass das Buch erst nach dem jüngsten Star Trek Film erschienen ist, merkt man ihm an. Die Szenen, in denen darauf eingegangen wird, wie Kirk seinen Weg an die Akademie findet, sowie einige weitere, sind beinah 1:1 dem Film nachempfunden. Dementsprechend hatte ich die meiste Zeit auch nur die Filmbilder vor meinen Augen. Das Buch selbst konnte leider überhaupt keine individuelle Note ins Star Trek Universum einbringen und hat nur verschiedene Szenen und Ereignisse aufgegriffen und neu miteinander verbunden. Die eigentliche Story kam dabei auch viel zu kurz, denn es dauert beinah das halbe Buch, bis der Fall Fahrt aufnimmt.

So hinterlässt das Buch nur einen faden Beigeschmack von abgekupferten Filmszenen und fehlender mitreißender Handlung. Mehr als 1,5 von 5 Wüstenrennen ist mir das wahrlich nicht wert.

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Mit meinem Wissen aus “The Zombie Survival Guide“ noch frisch im Gedächtnis habe ich das zweite Buch des amerikanischen Autoren gelesen, welches sich ebenfalls mit den lebenden Toten beschäftigt. Es unterscheidet sich jedoch in vielen Dingen grundlegend von seinem fiktiven Ratgeber, so dass ich allen Lesern, die mit „The Zombie Survival Guide“ vielleicht nicht allzu viel anfangen konnten, zu einem zweiten Versuch mit diesem Buch raten möchte.

Worum geht’s? Nachdem es seit Menschengedanken zahlreiche größere und kleinere Ausbrüche der Zombieplage gab, ist es nun zu einem Klasse 4-Ausbruch gekommen: einem offenen, weltweiten Krieg der Menschen gegen die Zombies. Begonnen hat alles mit einem kleinen Ausbruch und nur wenigen Infizierten. Doch anstatt geordneter Maßnahmen zur Eindämmung und Erstickung des Ausbruchs wurde mehr Mühe in dessen Vertuschung investiert, so dass einige Infizierte entkommen und wiederum andere Menschen anstecken konnten. Dank der weltweiten Vernetzung kam es nur Tage später in zahlreichen Großstädten unserer Welt zu weiteren Ausbrüchen, die von Infizierten der ersten Stunde vor ihrer Wandlung in einen Zombie eingeschleppt wurden. Wie in einer Kettenreaktion breitete sich die Seuche über den gesamten Erdball aus und entwickelte sich zu dem sog. Weltkrieg Z.

Rückblickend hat der Autor, oder besser gesagt der Herausgeber dieses Buches mit Überlebenden Kontakt aufgenommen und sie um ihre Geschichte gebeten. Ausschnitte aus diesen Interviews, zeitlich und thematisch grob strukturiert, bilden den vorliegenden Bericht. Die Interviewpartner stammen aus allen geografischen Regionen, Gesellschaftsschichten und Aufgabenbereichen. Es kommt ebenso ein Arzt aus dem ländlichen China zu Wort wie ein indischer Radioreporter oder einem Mitglied des südafrikanischen Krisenkommitees. Mit ihren eigenen Wort geben sie wieder, was ihnen widerfahren ist und wie sie es geschafft haben zu überleben und sogar die Kräfte zu sammeln, um zurückzuschlagen.

Beeindruckend ist, wie es der Autor schafft, seinen fiktiven Interviewpartnern eigene Stimmen zu geben. Als Leser merkt man schon anhand der Sprechweise und der gewählten Wörter, wen man vor sich hat, noch bevor man ihre Geschichten erfährt. Noch viel mehr beeindruckt und auch mitgenommen hat mich jedoch, was die Überlebenden zu Protokoll gegeben haben. Anfangs dachte ich, dass die Zombieplage im Mittelpunkt stehen würde und man von zahlreichen Kämpfen gegen die wandelnden Toten hören würde. Weit gefehlt! Was wirklich im Mittelpunkt steht, sind die Reaktionen der Menschen auf die gesichtslose Bedrohung, die die Zombies darstellen. Während die eine Regierung mit Leugnen beschäftigt ist, füllen sich skrupellose Geschäftsmänner mit angeblichen Impfmitteln ihre eigenen Taschen. Eine andere Regierung greift zu einer Informationsblockade und als alles nicht mehr hilft, dann werden die Waffen nicht auf den näher kommenden Feind gerichtet, sondern auf die eigenen Leute. Und während man sich als Leser nur still fragen kann, wie diese ignoranten Menschen das Überleben ganzer Nationen aufs Spiel setzen konnten, so sprechen das die Interviewten auch offen an. Eine Antwort auf diese Frage kann freilich niemand geben.

Zu Beginn hätte ich nicht erwartet, dass mich eine Sammlung fiktiver Augenzeugenberichte über einen Krieg gegen die wandelnden Toten so beeindrucken könnte. Doch durch die Vielfalt der Interviewpartner und der Perspektiven, die ihre Berichte auf die Geschehnisse eröffnen, hat sich ein beängstigend realistisches Bild der Menschheit in der Krise abgezeichnet, das mir beim Lesen die Kehle zugeschnürt hat. Wenn man den fiktiven Zombievirus Solanum durch eine andere Pandemie ersetzt, erhält man einen Ausblick, was uns zweifelsohne bevorstehen könnte. Ich kann nicht anders als beeindruckende 5 von 5 Mitglieder der Generation Z zu vergeben.

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“Living is a risk,” I snapped at him. “Every decision, every interaction, every step, every time you get out of bed in the morning, you take a risk. To survive is to know you’re taking that risk and not to get out of bed clutching illusions of safety.”

Snyder, Maria V.: Magic Study, 2006, MIRA books, Seite 244

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Die titelgebenden Haarteppichknüpfer sind eine Kaste von Männern, deren Lebenswerk darin besteht, einen Teppich aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter herzustellen, den sie nach der Fertigstellung an die Haarteppichhändler verkaufen, damit er den Palast des unsterblichen Kaisers schmücken kann. Der Erlös aus dem Verkauf reicht aus, um die nächste Generation zu ernähren, bis der einzige Sohn des Haarteppichknüpfers seinen eigenen Teppich fertiggestellt hat, dessen Verkauf wiederum die nächste Generation ernährt bis … – und das seit Jahrzehntausenden!

Doch wohin gelangen die Haarteppiche tatsächlich? Ist der Palast des gottgleichen Kaisers tatsächlich so riesig, dass er all die Haarteppiche aufnehmen kann? Und was ist mit den sich hartnäckig seit Jahren haltenden Gerüchten, dass der Kaiser gestürzt und getötet wurde?

Auf all diese Fragen gibt Eschbach Antworten, aber nicht in einem fortlaufenden Roman, sondern in zahlreichen Kurzgeschichten, die alle für sich selbst stehen können, doch erst in der Kombination ein Gesamtbild ergeben, das sich dem Leser nach und nach und mit genügend Abstand offenbart – wie bei einem Mosaik.

Obwohl in jeder Geschichte andere Personen im Mittelpunkt stehen und sie meist auch an verschiedenen Orten angesiedelt sind, so gibt es doch einen sie alle miteinander verbindenden roten Faden, der durch Bezüge auf Personen oder Ereignisse vorangegangener Erzählungen und die alles umfassende Frage nach den Haarteppichen geknüpft wird.

Dass ich als Leser trotz der im Vergleich zu konventionellen Romanen zersplitterten Handlung nicht aufhören konnte zu lesen, zeigt wie virtuos Eschbach es versteht, den Leser in die Spekulationen seiner Personen einzubeziehen und in ihm selbst die Neugier zu wecken, was eigentlich tatsächlich hinter all dem steckt. Und noch beeindruckender ist, dass trotz meiner vagen Vermutung, wohin die Geschichten führen würden, mich die Offenbarung auf den letzten Seiten völlig überrascht hat, aber doch so einleuchtend war.

Für dieses Buch kann ich daher nicht anders, als volle 5 von 5 Knüpfrahmen zu vergeben.

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Der Roman ist der erste aus einer neuen Reihe, die sich mit den Abenteuern beschäftigt, die Kirk, Pille & Co. während ihrer Ausbildung an der Sternenflottenakademie erleben. In diesem ersten, in sich abgeschlossenen Roman geht es um einen Serienmörder, der in San Francisco sein Unwesen treibt. Es scheint sich hierbei um “den Doktor” (nicht zu verwechseln mit Doktor Who!) zu handeln, der bereits vor 18 Jahren einen blutigen Sommer inszenierte, danach aber verschwand.

Nach einem Diskobesuch bekommt Kirk mit, wie in einer dunklen Seitengasse eine Kadettin überfallen wird. Gemeinsam mit einem Freund schafft er es, den Angreifer zu vertreiben. Daraufhin geraten sie in den Focus der polizeilichen Ermittlungen und da es sich beim Opfer um eine Angehörige der Sternenflotte handelt, übernimmt diese auch die kompletten Ermittlungen. Sowohl Kirk als auch McCoy als Mediziner und Uhura als Linguistin können mit der Unterstützung anderer Wissenschaftler immer mehr Puzzlestücke zusammentragen und kommen dem Doktor langsam auf die Spur. Zusätzlich muss sich Kirk aber auch mit seinen anstehenden Tests beschäftigen, die über seine Zukunft in der Sternenflotte entscheiden. Kein leichter Spagat, der aber noch zusätzlich durch die hübsche Kellnerin Hannah verkompliziert wird, die Kirk nicht mehr aus dem Kopf geht.

Da das Buch nur knapp 250 Seiten umfasst, sollte man nicht mit einer detailliert inszenierten, wendungsreichen Handlung rechnen, doch konnten mich die Geschehnisse sowohl rund um den Doktor als auch Kirks Studentenleben fesseln und das Buch war in wenigen Stunden ausgelesen. Besonders amüsiert haben mich die teils ziemlich spitzen Dialoge, die die ernsten Ermittlungen gut aufgelockert haben.

Was die Charaktere angeht, so dürften die meisten davon dem Leser bereits aus den diversen Star Trek-Filmen bekannt sein. Auf dieses Wissen verlässt sich der Roman auch, denn eine tiefgreifende Charakterisierung oder auch nur Beschreibung der Personen kommt nicht vor. Insbesondere der jüngste Film von 2009, der ebenfalls in Kirks Zeit an der Sternenflotte angesiedelt ist, dient als Kulisse für dieses Abenteuer und sorgte bei mir für das nötige Kopfkino, um diesen Popcorn-Roman genießen zu können.

Obwohl das Buch sicherlich weder in der SciFi-Literatur noch speziell unter den Star Trek-Romanen ein Meilenstein sein dürfte, so hat es mich einen regnerischen Nachmittag lang gut unterhalten und mehr hatte ich mir davon auch nicht versprochen. Dafür vergebe ich auf 3 von 5 Naniten.

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Mehr als ein Jahrhundert in der Zukunft: Die einst grünen Landstriche unseres Planeten haben sich in öde Staubwüsten verwandelt, da ein Pilz sämtliche Vegetation infiziert und vernichtet hat. Die Menschen konnten sich in einige wenige Komplexen retten, die ihre Bevölkerung nur dank streng isolierter unterirdischer Plantagen ernähren können.

In einem dieser Komplexe leben die drei Protagonisten, deren Leben wir zu Beginn des Romans kennen lernen, das im Laufe der Handlung aber gehörig auf den Kopf gestellt wird. Zum Einen begleiten wir mit Sam einen Ingenieur, der für die Filteranlagen der unterirdischen Plantagen zuständig ist und damit eine angesehene Stellung innehat, die mit entsprechendem Prestige verbunden ist. Auf der anderen Seite haben wir Elaine und Tessa, die beide in den äußeren Bereichen leben, die dem Großteil der Bevölkerung nur ein karges Leben bieten können. Tessa, eine junge Frau, verdient sich ihren Lebensunterhalt als Straßendirne, immer in Furcht vor gewalttätigen Freiern und Zechprellern. Die ältere Elaine ist eine Försterin, die in der Außenwelt mühsam die vereinzelt wachsenden Pflanzen sammelt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Denn das, was sich alle in dieser Welt aus Staub sehnlichst wünschen, ist eine lebendige Pflanze, und selbst wenn sie nur für wenige Tage in der pilzversuchten Luft überleben kann. Doch was hat es mit dem Beutel voller Erde auf sich, den Tessa nach einer überstürzten Flucht aus der Wohnung eines Freiers mitgehen ließ?

Die Welt, die der Autor entworfen hat, ist eine düstere Zukunftsvision, in der das Leben ein permanenter Kampf ist. Bereits zu Beginn wird dies deutlich, als Elaine in der Wildnis von anderen Förstern überfallen wird und sich gnadenlos zur Wehr setzt. Auch das Schicksal von Tessa zeigt eindringlich, mit welchen Widrigkeiten insbesondere Frauen zu kämpfen haben. Bei der Darstellung dieser Lebensbedingungen nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund, sondern hält schonungslos, aber nicht sensationslüstern mit seiner imaginären Kamera drauf.

Diese Herangehensweise hat bei mir als Leserin den Effekt gehabt, dass ich den Charakteren mehr verziehen habe, als ich dies in einer „angenehmeren“ Umgebung getan hätte. Nur wer hart ist, kann bestehen, und genau dies macht die erfahrene Elaine deutlich. Als Kontrast zu dieser toughen Frau fungiert die jüngere Tessa, die zwar auch schon viel durchmachen musste, aber sich doch einen Rest ihrer kindlichen Neugier und der Fähigkeit zu Staunen bewahrt hat. Gemeinsam haben mich diese beiden Frauen beeindruckt und ihr Schicksal ging mir nahe. Mit der dritten Hauptperson Sam hatte ich insbesondere zu Beginn so meine Schwierigkeiten, denn seine Sorgen und Nöte kamen mir im Vergleich unbedeutend vor. Doch je mehr die Handlung vorschritt, umso mehr konnte auch er mich erreichen.

Was ich noch positiv hervorheben möchte, ist der gelungene Schluss des Romans. Während bei „Die Wächter Edens“ das Ende sehr überstürzt wirkte und Einiges im Unklaren blieb, so ist dies dem Autor bei „Welt aus Staub“ wesentlich besser gelungen. Zudem konnte er mich auf den letzten Seiten noch mal überraschen – im positiven Sinne.

Insgesamt gesehen handelt es sich bei diesem Roman um eine düstere und z.T. brutale Zukunftsvision unserer Welt, auf die man sich einlassen können muss. Wem dies gelingt, der wird mit einem gelungenen Thriller belohnt, der mit lebendigen Charakteren und einem durchdachten Szenario aufwartet. Dafür vergebe ich 4 von 5 Ficus-Pflanzen.

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Ernest Cline – Ready Player One

Wenige Jahrzehnte in der Zukunft hat sich die Welt nicht zu ihrem Besseren verändert. Die Nachrichten werden dominiert von Kriegen, Umweltkatastrophen und Wirtschaftskrisen. Doch der Großteil der Menschheit wird davon wenig berührt, denn sie verbringen den größten Teil ihres Lebens in der OASIS, einer virtuellen Realität, die so allgegenwärtig ist, dass das virtuelle Geld in der Realität verwendet wird.

Als der Entwickler und Besitzer der OASIS, Halliday stirbt, enthüllt sein Testament eine Überraschung. Da er keine Erben hat, soll derjenige sein ganzes Vermögen (inkl. der Rechte an OASIS) erhalten, der sich als würdig erweist. Irgendwo in dem tausende Welten umfassenden virtuellen Universum hat er drei Schlüssel zu drei Toren versteckt, die schließlich zu seinem persönlichen Easter Egg führen – wer es findet, erhält alles!

Natürlich bricht daraufhin eine ungeheure Schatzsuche aus und so ziemlich jeder begibt sich auf die Suche nach Hallidays Easter Egg. Auch Parzival gehört zu den Egg Huntern, doch während nach einem Jahr ein Großteil der Anfangseuphorie verebbt ist, bleibt er am Ball und eignet sich alles Wissen über Hallidays Leben und dessen Faible, die 80er Jahre, an. Und schließlich werden seine Mühen belohnt, als er den ersten Schlüssel findet. Doch damit ruft er auch einen Konzerngiganten auf den Plan, der alles daran setzt, selbst das Easter Egg zu finden und aus der bislang kostenlosen OASIS eine sprudelnde Geldquelle zu kreieren. Nicht einmal vor Mord wird zurückgeschreckt!

Da sich ein Großteil der Handlung innerhalb der virtuellen Realität abspielt, werden Rollenspiel-affine Leser ihren besonderen Spaß an der Entdeckung dieses Universums haben, in dem es nicht nur ganze Planeten zum Shoppen oder Feiern gibt, sondern auch Nachbildungen z.B. der Herr der Ringe-Welt oder des Firefly-Planetensystems zum interaktiven Entdecken. Als Leser habe ich mir während des Lesens gewünscht, mich selbst in die OASIS einloggen zu können und selbst durch Mittelerde zu wandeln oder bei Captn. Reynolds an Bord zu gehen.

Obwohl der Ich-Erzähler Parzival leider selbst keinen Fuß auf die genannten Welten setzt, ist die Jagd nach Hallidays Easter Egg spannend geschildert, zumal sie sich sowohl in der OASIS als auch in der richtigen Welt abspielt. Die Übergänge zwischen beiden Realitäten sind gelungen, da man als Leser genau wie der Protagonist sich erst mal kurz neu orientieren muss, bevor es weitergeht. Parzival selbst war mir sehr sympathisch und dass er sich stellenweise nicht gerade intelligent verhielt, hat ihn realistischer gemacht. Er ist nun mal kein Überheld, sondern ein Mensch, der Fehler begeht, aus diesen lernt und sich dadurch weiterentwickelt.

Insgesamt gesehen hat mich das Buch sehr gut unterhalten und an vielen Stellen konnte ich nur mit einem breiten Grinsen im Gesicht oder einem enthusiastischem Nicken weiter lesen, so sehr habe ich vieles aus meinen eigenen Erfahrungen in Online-RPGs wieder erkannt. Die zweite Hälfte des Romans musste ich übrigens am Stück lesen, da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und unbedingt wissen musste, wie es ausgeht.

Sicherlich handelt es sich bei „Ready Player One“ nicht um hochgeistige Literatur, aber sie hat mich so gut unterhalten, dass ich 4,5 von 5 Quartern vergebe. Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind, aber leider das Buch nicht im englischen Original lesen können oder wollen: Die deutsche Übersetzung erscheint bereits nächsten Monat!

P.S. Eigentlich bin ich froh, dass Parzival nie einen Fuß nach Mittelerde oder anderswohin setzt. Der Autor hätte es nie jedem Leser recht machen können und so kann man sich seine eigene Version eines Besuchs in seinem Lieblingsbuch/Lieblingsfilm/Lieblingsspiel träumen.

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Dieser Roman schließt unmittelbar an „Labyrinth des Bösen“ an: Die Klonkriege, die nach ihrer Verlagerung in den äußeren Rand der Galaxis schon als so gut wie gewonnen betrachtet wurden, sind überraschend brutal ins Herz der Republik getragen wurden. Während ihres Angriffs auf die Zentralwelt Coruscant haben die Separatisten unter General Grievious den Kanzler Palpatine gefangen nehmen können und damit einen Stich direkt ins Herz ihres Gegners geführt. Zwar können die beiden größten Helden der Republik, der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi und sein ehemaliger Padawan Anakin Skywalker den Kanzler befreien, doch lässt sich der psychologische Schaden nicht abschätzen. Zudem kommt es auch zu immer offeneren Spannungen zwischen dem Senat unter Kanzler Palpatine und den Jedi-Rittern. Anakin, als Spielball beider Seiten missbraucht, droht daran zu zerbrechen.

Wer den Film schon gesehen hat, den wird dieser Roman zum Film nicht überraschen können, denn er wurde nach dem Drehbuch von George Lucas verfasst. Die Buchhandlung folgt damit dem Film und dokumentiert das Ende der Republik, den Sturz der Jedi-Ritter und die Gründung des Imperiums.

Doch im Vergleich zum Film fand ich die Darstellung von Anakins Gefühlen, seinen Ängsten und Zweifeln, intensiver und nachvollziehbarer. Jeder will ihn nur für seine Zwecke einspannen und als Werkzeug zur Erreichung der eigenen Ziele nutzen. Doch keiner fragt ihn nach seinen eigenen Wünschen und Plänen. Daher ist seine Wandlung, sein Fall an die dunkle Seite der Macht nur eine logische Konsequenz.

Etwas sehr plump hingegen war die “Einführung” der Charaktere. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein kompletter Star Wars-Neuling mit Episode III seinen Einstieg wagt, gibt es elegantere Methoden als “Dies ist Obi-Wan Kenobi.”, um seine Vorgeschichte einzubinden. Doch leider scheint der Autor auf diesen “Kunstgriff” zu stehen, denn nicht nur Charaktere werden so eingeführt, auch die Handlung wird so vorangetrieben (“Dies ist Anakin Skywalkers Meisterstück:”) und selbst die Gefühle der Personen werden dem Leser so überdeutlich gemacht (“So fühlte es sich für Anakin Skywalker an, für immer:”).

Fazit: Wer kein unbedingter Star Wars-Fan ist und den Film schon kennt, dem wird dieses Buch nichts Neues bieten können. Und auch den Fans kann ich es nicht unbedingt empfehlen. Es gibt deutlich bessere Romane im Star Wars-Universum, um seine Zeit mit diesem zu verbringen. Daher komme ich auch nur auf 2 von 5 Drachenechsen.

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Wenn auf dem Buchrücken angemerkt wird, dass es sich um die unmittelbare Vorgeschichte von „Episode III – Die Rache der Sith“ handelt, dann weiß man recht genau, wo man sich in der langen Historie von Star Wars befindet: die Separatisten, die sich von der alten Republik losgesagt hatten und mit ihren Droidenarmeen den Kampf aufgenommen haben, wurden von den Klonkriegern unter der Leitung der Jedi-Ritter aus den inneren Bereichen der Galaxis vertrieben. Die Anführer der Separatisten, der ehemalige Jedi Graf Dooku, der furchteinflößende General Grievious und allen voran, der im Hintergrund intrigierende Sith Lord Darth Sidious, dessen Identität nach wie vor unbekannt ist, sind jedoch alle noch auf freiem Fuß und leisten der Republik weiter erbittert Widerstand.

Zum Glück für die Republik hat sie aber so fähige Kämpfer wie den Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi und seinen ehemaligen Padawan Anakin Skywalker auf ihrer Seite, die von der Bevölkerung als Helden gefeiert werden. Doch selbst dieses großartiges Team kann den Krieg nicht im Alleingang beenden und erst recht nicht bei einem so gerissenen Gegner wie Darth Sidious.

Bei den Romanen des Star Wars-Universums ist von Schund bis zu guter SciFi-Literatur so gut wie alles zu finden. Dieses Buch zähle ich für mich zur besseren Hälfte, denn gerade auf der emotionalen Ebene konnte mich Luceno überzeugen. Die Achterbahnfahrt, die Anakins Gefühlswelt bestimmt, ist nachvollziehbar dargestellt und deutet schon an, was in „Episode III“ sein Ergebnis findet.

Inhaltlich begleitet der Leser über einen Großteil der Seiten das Heldenduo Kenobi & Skywalker während ihrer Missionen auf verschiedenen Planeten des äußeren Rands. Die Aufenthaltsdauern auf den Welten waren zwar jeweils recht kurz, aber man konnte immerhin etwas von ihrer Fremdartigkeit aufschnappen, um neugierig auf mehr zu werden. Doch schon bald darauf ging es für die Beiden weiter, eine neue Spur der Sith verfolgen. Gut gefiel mir, dass man auch ein paar Einblicke ins Lager der Separatisten erhalten hat und deren Beweggründe angedeutet wurden.

Insgesamt gesehen kann Star Wars Fans diesen Roman empfehlen und auch diejenigen Leser, die nicht George Lucas Universum verfallen sind, erzählt das Buch die gelungene Vorgeschichte zu Episode III, genau wie auf dem Buchrücken angekündigt. Dafür vergebe 3,5 von 5 verfallenen Industrieanlagen.

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Saras letzte Erinnerung an ihr Leben auf Erden ist die an einen riesigen Schatten über dem Central Park. Sie kommt erst wieder richtig zu Bewusstsein, als sie längst als Pflegerin in einer Art Rehabilitationsklinik tätig ist. Ihr persönlicher Patient ist völlig lethargisch, doch anhand eines belauschten Gesprächs zwischen den Ärzten erfährt Sara, dass er mit Drogen ruhig gestellt wurde. Aus einem Impuls heraus enthält sie ihm die drogenversetzte Nahrung vor und befreit ihn dadurch aus seiner persönlichen Hölle. Während ihrer gemeinsamen Flucht stellt sich heraus, dass ihr Patient Harlan ein einflussreicher Politik dieses fremden Planeten ist und von einem machthungrigen Opponenten ausgeschaltet wurde. Doch gemeinsam schlagen sich Sara und Harlan zu seinen Verbündeten durch, um mit deren Hilfe schließlich Harlans Comeback zu inszenieren und seinen Gegner bloßzustellen.

Dies alles erfährt man aus Sicht der Ich-Erzählerin Sara, der als Frau von unserer Erde dieser Planet, seine Bewohner und ihre Sitten und Gebräuche völlig fremd sind. Während ihrer langen Dämmerphase, als sie auf ihre zukünftige Arbeit als Pflegerin konditioniert wurde, hat sie sich bruchstückhaft die Sprache der Bewohner angeeignet und schafft es somit und vor allem dank ihrer unkonventionellen Einstellung zu einer großen Stütze Harlans zu werden.

Gemeinsam mit ihr lernt der Leser in der Folgezeit viel – in erster Linie jedoch über die politischen Intrigen, die dort ebenso wie auch hier bei uns gesponnen werden. Dabei hat es mich sehr gut amüsiert, wie Sara das Weltbild aller Männer umgeworfen hat, denen sie begegnete. McCaffrey hat ihre Intention einer Satire auf die typische Frauenrolle in den Fantasy- und SciFi-Romane der 1960er Jahre hervorragend umgesetzt und es dabei geschafft, die dünne Trennlinie zur plumpen Parodie nicht zu überschreiten.

Eine ordentliche Portion Dramatik hat die Handlung zudem auch zu bieten, denn Saras neue, unfreiwillige Heimat wird von Außerirdischen bedroht, die – sagen wir, recht unappetitliche Essgewohnheiten haben. Nachdem sie sich lange Jahre zurückgehalten haben, wird ausgerechnet während eines kritischen Moments offenbart, dass sich die größte feindliche Flotte seit einer Generation nähert. Angesichts solcher Umstände muss auch die sich erstaunlich unspektakulär anbahnende Beziehung zwischen dem Helden Harlan und seiner Retterin Sara zurückstecken. Das hat bei mir nochmals für Pluspunkte gesorgt.

Angesichts dessen, dass mich das Buch wunderbar unterhalten hat und mir bewiesen hat, dass gute Phantastik nicht immer grim & gritty sein muss, vergebe ich stolze 4 von 5 Wachstafeln.

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