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Eigentlich hätte dieser Blogpost der Systematik folgend schon gestern erscheinen sollen, jedoch zog mich der bei uns herrschende strahlende Sonnenschein hinaus ins Freie und ich konnte mich erst jetzt dazu aufraffen, den PC mal wieder zu starten. Zu verkünden gibt es jedoch sowieso nicht viel Neues:

Wie auch schon letzte Woche habe ich eine reine Weste behalten und kein einziges neues Buch ist auf meinem SUB gelandet (auch wenn ich gedanklich mal eine Bestellung zusammengestellt hatte). Auf der Abgangsseite sind dafür die letzten beiden Bände der Jugendbuchreihe “Die Erben der Nacht” von Ulrike Schweikert zu verzeichnen. Meine Meinung dazu gibt es hier in wenigen Tagen zu lesen, aber vorab kann ich schon sagen, dass es eine tolle Serie ist – nicht nur für Jugendliche, sondern auch für jung Gebliebene. ;-)

Als nächstes Buch habe ich mir den zweiten Band der dänischen Krimireihe um den Ermittler Carl Mørck gegriffen. Nach nomadenseeles Warnung wollte ich wissen, ob dieses Buch wenigstens mit dem Auftakt “Erbarmen” mithalten könne, oder ob ich “Schändung” und den Nachfolger “Erlösung” nicht lieber von meinem SUB entfernen sollte. Bisher hat mich der Start jedoch besser unterhalten als der vom ersten Band, da sich Adler-Olsen nicht mehr lang mit der Einführung der Personen beschäftigen musste, sondern direkt in den Fall gesprungen ist.

Nicht nur die lange Liste an Neuzugängen von letzter Woche, sondern auch die Auswirkungen vom März würden locker reichen, um mich für das restliche Jahr zu beschäftigen. Doch nicht nur das hat dafür gesorgt, dass es diese Woche keine neuen Bücher zu verkünden gibt, denn das Bücherbudget für diese und wohl auch die nächsten Wochen ging für mein anderes Hobby drauf.

Da die bestellte Ausrüstung aber erstens noch nicht komplett eingetroffen ist und zudem das Wetter noch nicht so ganz mitspielt, hatte ich diese Woche noch reichlich Zeit zum Lesen und so konnte ich bei der Reihe “Die Erben der Nacht” schon den dritten Band beenden. Während ich zu Beginn noch etwas skeptisch war, haben mich die Jugendbücher mittlerweile eingefangen und ich bin gespannt, was die Jungvampire in ihren nächsten Jahren an der Akademie noch lernen können und welchen Gefahren sie sich währenddessen stellen müssen.

In der Welt von Zoey Redbird ist die Existenz von Vampiren allgemein bekannt und sie sind ein Teil der Bevölkerung. Dennoch leben die Menschen in ständiger Angst vor den Vampiren – bzw. davor, gezeichnet zu werden. Denn Vampire vermehren sich nicht durch den Biss und die anschließende Verwandlung von Menschen allen Alters, sondern manche Jugendliche tragen den Keim des Vampirismus in sich und in der Pubertät werden sie von so genannten Spähern gezeichnet. Wenn sich diese Jugendlichen nicht unverzüglich in das House of Night begeben, so sie in den nächsten Jahren alles über die bevorstehende Wandlung und ihr künftiges Leben als Vampir lernen werden, werden sie unvermeidbar zu Grunde gehen.

Zoey selbst hat mit ihrer Familie, insbesondere ihrem verhassten Stiefvater, genügend eigene Sorgen, als sie von einem Späher gezeichnet wird. Als sie völlig fertig über diese Entwicklung in ihrem Leben zu ihrer Großmutter flüchtet, hat sich unterwegs einen Unfall, während dem sie eine Vision der Göttin der Nacht, Nyx, hat. Diese bezeichnet sie als die von ihr Auserkorene, die den Kampf zwischen Gut und Böse entscheiden soll. Endlich im House of Night angekommen erkennt die Hohepriesterin dort sofort anhand ihrer voll eingefärbten Mondsichel auf der Stirn, dass sie etwas Besonderes ist und nimmt sie unter ihren persönlichen Schutz, was wiederum das Missfallen und die Eifersucht von Aphrodite weckt, einer älteren Schülerin des House of Night und künftigen Hohepriesterin. Das dies nur Ärger bedeuten kann, ist Zoey sofort klar.

Dass Zoey keine normale Jungvampirin ist, dürfte jedem Leser der voranstehenden Zeilen nur zu deutlich vor Augen stehen und dementsprechend verläuft auch Zoeys erste Zeit im House of Night. Einerseits hat sie als Neue ohnehin genug um die Ohren mit der Eingewöhnung in ein vollkommen anderes Leben. Andererseits aber hat sich aufgrund der Segnung durch die Göttin Nyx besondere Fähigkeiten und damit auch besondere Verantwortung. Wie gut Zoey mit diese Situation zurecht kommt, ist beredt: zwar hat sie einige Alibi-Schwierigkeiten mit ihrem neuen Leben und Aphrodite, doch ist nichts dabei, was ihr ernsthaft Probleme bereitet. Sie kommt mit allen und jedem klar und ist dabei noch so schön, dass sie den bestaussehendsten Jungen des House of Night auf sich aufmerksam macht – der dummerweise der Beinah-Ex-Freund von Aphrodite ist und damit ihre Feindschaft noch vertieft.

Was mich neben Zoeys Perfektion noch gestört hat, war die für meinen Geschmack zu jugendliche und flapsige Sprache. Sicherlich ist das gewollt (nicht umsonst hat P.C. ihrer Tochter Kristin in der Danksagung dafür gedankt, dass sie sich dank ihr halbwegs jugendlich anhören), aber für mich persönlich war das dennoch zu viel des Guten. Nicht jeder Mensch, der sich altersmäßig in seiner Jugend befindet, muss gleich im tiefsten Jugendslang reden, sondern Jugendliche können sich durchaus auch normal unterhalten.

Insgesamt gesehen weiß ich nun, worum es bei House of Night geht, doch kann ich mich dem Hype um diese Romanreihe nicht anschließen und für den Auftaktband nur 2 von 5 Elementen vergeben.

Auf das, was ich diese Woche an Neuzugängen zu verkünden hätte, war ich selbst gespannt. Denn dieses Woche fand in Leipzig die jährliche Unconvention “LeiBCig 2013″ statt. Über 1.400 Release Notes für den Samstag zeigen, welche Büchermengen auf unserem Treffen vorhanden waren und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich Bücher finden würde, die mich interessieren. Die Folgenden haben es dann schließlich in meine Büchertasche geschafft und dürfen erst mal bei mir einziehen:

  • Jaida Jones und Danielle Bennett – Havemercy
  • Max Frei – Das Echo Labyrinth (1) – Der Fremdling
  • Max Frei – Das Echo Labyrinth (2) – Die Reise nach Kettari
  • Max Frei – Das Echo Labyrinth (3) – Die Füchse von Mahagon
  • Max Frei – Das Echo Labyrinth (4) – Volontäre der Ewigkeit
  • Max Frei – Das Echo Labyrinth (5) – Einfache Zauberdinge
  • Joachim Bublath – Geheimnisse unseres Universums
  • Tim Weiner – CIA. Die ganze Geschichte
  • Henry Charles Lea – Geschichte der Inquisition im Mittelalter (3 Bände)

Außerdem hat mir Llyren noch ein paar Bücher aus einer Sammelbestellung vorbeigebracht:

  • Tanya Huff – Chroniken des Blutes (1) – Blutzoll
  • Tanya Huff – Chroniken des Blutes (2) – Blutspur
  • Tanya Huff – Chroniken des Blutes (3) – Blutlinien
  • Tanya Huff – Chroniken des Blutes (4) – Blutpakt
  • Tanya Huff – Chroniken des Blutes (5) – Blutschuld
  • Tanya Huff – Rauch (1) – Rauch und Schatten
  • Tanya Huff – Rauch (2) – Rauch und Spiegel
  • Tanya Huff – Rauch (3) – Rauch und Asche
  • Brian Keene – Auferstehung

Und schlussendlich habe ich dieses Buch als Rezi-Exemplar erhalten:

  • Richard Castle – Derrick Storm – Drei Novellen

Damit mein SUB von diesen Neuzugängen aber nicht zusehr in die Höhe getrieben wird, habe ich anlässlich der BC-Unconvention auch einige Bücher aus meinen Regalen freigelassen, u.a. einige Bücher, die auf meinem SUB schlummerten:

  • Nadeem Aslan – Atlas für verschollene Liebende
  • Pearl S. Buck – Die gute Erde
  • Peter Carey – Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang
  • Assia Djebar – Die Frauen von Algier
  • Philippe Djian – Pas de deux
  • Ken Follett – The Pillars of the Earth
  • Rebecca Gablé – Die Hüter der Rose
  • Benoîte Groult – Salz auf unserer Haut
  • Yael Hedaya – Zusammenstöße
  • Marc Levy – Solange Du da bist
  • Sándor Márai – Die Nacht vor der Scheidung
  • Linn Ullmann – Ein gesegnetes Kind

Damit hat diese Woche für ziemlich viel Bewegung auf meinem SUB gesorgt und jetzt heißt es erst mal wieder ein paar Bücher zu lesen, bevor Neue hinzukommen.

Obwohl dies der zweite Band der Star Trek-Reihe „Starfleet Academy“ ist, ist er chronologisch vor „Die Delta-Anomalie“ einzuordnen. Denn im Gegensatz zur Handlung in „Die Delta-Anomalie“ ist der junge James T. Kirk und seine späteren Kameraden nicht schon länger an der Sternenflottenakademie, sondern sie sind gerade erst angekommen und müssen sich erst mal zurechtfinden. Nicht umsonst ist die Sternenflottenakademie eine der härtesten Ausbildungsstätten und die Anforderungen an die Kadetten sind sehr hoch gesteckt.

Jim Kirk, dessen Bekanntheit unter seinen Mitstudenten aus der Heldentat seines Vaters herrührt, hat sich eigentlich nur an der Akademie eingeschrieben, weil er nichts besseres zu tun hatte und testen wollte, wie weit er kommt. Doch dann muss er ebenso schnell wie alle anderen Kadetten erkennen, dass man seine ganze Kraft, seinen ganzen Willen und seinen ganzen Ehrgeiz braucht, um den hohen Anforderungen gerecht werden zu können.

Als einer von Kirks Mitstudenten nach wenigen Wochen scheinbar im Schlaf stirbt, wird Kirks Freund „Pille“ McCoy in die Untersuchung verwickelt und der stellt schon bald fest, dass nicht alle Kadetten dem Druck der Studien gewachsen sind und mit illegalen Mitteln versuchen, sich einen Vorteil zu verschaffen – nicht immer zu ihrem eigenen Vorteil. Zuerst berührt dies Kirk wenig, doch als Pille als Verdächtiger ins Visier der ermittelnden Offiziere gerät, fühlt sich Kirk in der Pflicht, seinem Freund beizustehen und nimmt die Sache selbst in die Hand.

Dass das Buch erst nach dem jüngsten Star Trek Film erschienen ist, merkt man ihm an. Die Szenen, in denen darauf eingegangen wird, wie Kirk seinen Weg an die Akademie findet, sowie einige weitere, sind beinah 1:1 dem Film nachempfunden. Dementsprechend hatte ich die meiste Zeit auch nur die Filmbilder vor meinen Augen. Das Buch selbst konnte leider überhaupt keine individuelle Note ins Star Trek Universum einbringen und hat nur verschiedene Szenen und Ereignisse aufgegriffen und neu miteinander verbunden. Die eigentliche Story kam dabei auch viel zu kurz, denn es dauert beinah das halbe Buch, bis der Fall Fahrt aufnimmt.

So hinterlässt das Buch nur einen faden Beigeschmack von abgekupferten Filmszenen und fehlender mitreißender Handlung. Mehr als 1,5 von 5 Wüstenrennen ist mir das wahrlich nicht wert.

Stand zum 01.04.2013: 353 Bücher

Zugänge: 2
- davon gekauft: 2
- davon geschenkt bekommen: 0
- davon ausgeliehen: 0
- davon über Bookcrossing erhalten: 0
- davon insgesamt nicht SUB-relevant: 0

Abgänge: 8
- davon gelesen: 8
– davon Wiederholungslektüre: 0
- davon abgebrochen: 0
- davon ungelesen aussortiert: 0
- davon insgesamt nicht SUB-relevant: 0

Gesamtentwicklung: -6

Stand zum 30.04.2013: 347 Bücher

Zugänge:

  • Will Elliott – Hölle
  • David Wellington – Monster Island (1) – Stadt der Untoten

Abgänge:

  • Charlaine Harris – Sookie Stackhouse (10) – Vor Vampiren wird gewarnt
  • Charlaine Harris – Sookie Stackhouse (11) – Vampir mit Vergangenheit
  • Charlaine Harris – Sookie Stackhouse – Vampire und andere Kleinigkeiten
  • Charlaine Harris – Sookie Stackhouse (12) – Cocktail für einen Vampir
  • George E. Koskimaki – D-Day with the Screaming Eagles
  • Jussi Adler-Olsen – Carl Mørck (1) – Erbarmen
  • Rudy Josephs – Starfleet Academy (2) – Die Grenze
  • P.C. und Kristin Cast – House of Night (1) – Gezeichnet

Die seit einiger Zeit andauernde Welle von nordischer Krimiliteratur ging größtenteils an mir vorbei und ich schloss lediglich mit Stieg Larssons Millenium-Trilogie nähere Bekanntschaft. Doch als mir die ersten drei Bände der dänischen Reihe um den Ermittler des Sonderdezernats Q, Carl Mørck, billig in die Hände fielen, nahm ich sie spontan mit.

Zu Beginn lernen wir Carl Mørck als beinah gebrochenen Mann kennen, der einen seiner Kollegen bei einer Schießerei verlor, in der er selbst und ein weiterer Kollege schwer verletzt wurden. Zurück im Revier will Mørck eigentlich nur noch seine Ruhe und seine genervten Kollegen und Vorgesetzten wollen das ebenfalls. Daher kommt das neu gegründete Sonderdezernat Q genau richtig – man kann Mørck dorthin abschieben, wo er alte, hoffnungslose Fälle wieder aufrollen soll. Mit nur dem syrischen Hafez el-Assad als Assistenten sieht Mørck diese „Beförderung“ dennoch nicht als Bestrafung, denn er hofft, sich in seinem neuen Kellerbüro ausruhen und seine Zeit absitzen zu können.

Assad jedoch ist mit viel mehr Eifer bei der Sache als sein Boss und so bringt er ihn langsam aber sich dazu, sich doch mehr mit den ihnen vorgelegten alten Fällen zu befassen. Einer davon beschäftigt sich mit dem Verschwinden den Politikerin Merete Lynggaard vor beinah 5 Jahren an Bord einer Ostseefähre. Den damaligen Ermittlungen zufolge fiel sie von Bord und ertrank in der See. Mørck und Assad jedoch stoßen nach und nach auf immer mehr Ungereimtheiten, die sie in eine völlig andere Richtung führen.

Gleichzeitig erfahren wir in anderen Kapiteln von einem personalen Erzähler, wie es Merete erging. Denn wie man sich als Leser schon nach kurzer Zeit zusammenreimen kann, fiel sie keinesfalls ins Meer, sondern wurde entführt und in eine kleine Kammer gesperrt. In völliger Dunkelheit verharrt sie mehrere Monate, bevor sie von einer körperlosen Stimme aus dem Lautsprecher gefragt wird, ob sie denn wüsste, warum sie hier wäre. Als sie darauf keine Antwort weiß, ist dies erst der Beginn ihres Martyriums.

Immer abwechselnd erfahren wir vom Fortschreiten von Mørcks Ermittlungen und Meretes Qualen, wobei sich die beiden Zeitebenen – Merete verschwand 2002, Mørck begann mit seinen Ermittlungen 2007 – immer weiter aneinander annähern. Dabei lernen wir Leser nicht nur Mørck besser kennen, hinter dessen Resignation ein guter Ermittler zum Vorschein kommt, der, hat er einmal Blut geleckt, nicht locker lässt und dank seiner Intuition und langjährigen Erfahrung oftmals an sein Ziel gelangt. Merete selbst, die wir am Anfang als kühle Politikerin kennen lernen, die sich als Unnahbare gibt, offenbart mit der Zeit, welche innere Härte in ihr steckt und was ihr in ihrem Leben wirklich etwas bedeutet und ihr den Halt gibt, ihr Martyrium durchzustehen. Beide wuchsen mir zwar nicht ans Herz, aber ihre Charaktere waren lebensecht gezeichnet, mit Ecken und Kanten, die ihnen Struktur verliehen.

Auch die Geschichte selbst und der Spannungsbogen waren solide konstruiert, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob manche Patzer in den Ermittlungen so wirklich vorkommen. Allerdings brauchte ich einige Zeit, um überhaupt erst in das Buch hineinzukommen, denn gerade zu Beginn war nicht abzusehen, in welche Richtung sich alles entwickeln würde und auch, welches Verhältnis sich zwischen Assad und Mørck etablieren würde. Nach ca. einem Drittel war das Buch dann aber doch in Fahrt gekommen und ich verfolgte die Fortschritte in Mørcks und Assads Ermittlungen gespannt.

Summa summarum komme ich damit auf 3 von 5 Legofiguren und plane, den nächsten Band der Reihe bald zu lesen in der Hoffnung, dass ich dann schneller in die Geschichte hineinkomme, wenn ich die Charaktere und die Grundsituation schon kenne.

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